Bodman, Emanuel von, Schriftsteller (1874-1946).

242,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift sowie eigenh. Gedichtmanuskript (20 Zeilen). Freiburg im Breisgau, “Pension Utz”, 24. II. 1911, Kl.-4°. Zus. ca. 3 1/4 Seiten. Doppelblatt.

Vorrätig

Beschreibung

An den Schriftsteller und Theologen Karl Hesselbacher (1871-1943) in Karlsruhe: “[…] Ihre Besprechung meines Abends in der Badischen Landeszeitung hat mir eine grosse und innige Freude bereitet. Besonders freute es mich, was Sie über meine Vortragsweise sagten, über welche die Meinungen zwar verschieden sind, die sich aber auch organisch im Lauf der Jahre so entwickelt hat, wie sie ist. Ich weiss zwar wohl, wo es noch fehlt und werde mich bestreben, sie auszubessern. Darf ich Ihnen mein neuestes Gedicht abschreiben, als kleines Andenken? Ich setze es aufs andre Blatt. – Wenn ich wieder einmal nach Karlsruhe komme, werde ich nicht verfehlen, Sie zu besuchen. Ich komme in dieser für mich unruhigen und ganz ungewissen Zeit zu gar nichts, was mir wahre Freude machte. Aber ich will der Zukunft vertrauen […]” – Dazu das Gedicht “Der Blumenladen. || Vor einem hellen Laden blieb ich stehn. | Was durften meine Augen Farben sehn! | Da leuchtete aus feiner Gartenkrume | Emporgezogen, Blume neben Blume […]” – Bodman, der in freundschaftlichem Kontakt mit Richard Dehmel und Rainer Maria Rilke stand, schrieb neuromantisch-neoklassizistische Lyrik, Dramen und Prosa mit oft autobiographischen Zügen. – Minimale Randbräung. – Schön und früh.