Schriftsteller, Maler und Nobelpreisträger (1877-1962)
Hesse wurde bekannt durch seine Romane "Der Steppenwolf " und "Das Glasperlenspiel ". Der Sohn pietistischer Missionare wuchs im württembergischen Calw auf. Seit 1891 besuchte er das evangelisch-theologische Seminar im Kloster Maulbronn, das er 1892 heimlich verließ, weil er "entweder ein Dichter oder gar nichts " werden wollte. Hesse kam in die Nervenheilanstalt in Stetten, dann auf das Gymnasium in Cannstatt. 1895 begann er eine Buchhändlerlehre in Tübingen. Noch als Buchhändler veröffentlichte er im Herbst 1898 sein Erstlingswerk "Romantische Lieder ". Nach mehreren Stationen in Basel, Italien, Indien, Gaienhofen und Bern wohnte er in Montagnola, zunächst in der Casa Camuzzi, dann in der Casa Rossa. 1904 heiratete Hesse Maria Bernoulli, im selben Jahr gelang ihm mit "Peter Camenzind " der Durchbruch. Psychische Krisen führten 1923 zur Scheidung, die drei Söhne Bruno, Martin und Heiner wurden teilweise in Pflege gegeben. Nach einer kurzen Ehe mit Ruth Wenger 1925 lernte Hesse Ninon Dolbin (geb. Ausländer) kennen, die beiden heirateten 1933. Hesses wichtigste Werke (Auswahl): Demian (1919), Klingsors letzter Sommer (1920), Siddhartha (1922), Der Steppenwolf (1927), Narziß und Goldmund (1930), Das Glasperlenspiel (1943). Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist Hesse auch als Maler bekannt. Viele seiner Gedichte illustrierte er mit Aquarellen.
Quelle: Wikipedia
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Gedichttyposkript (24 Zeilen) sowie (auf demselben Blatt) masch. Brief mit eigenhändiger Unterschrift „H. Hesse“ in Bleistift. Ohne Ort und Jahr [Montagnola, 1946], Fol. (27,5 x 21 cm). 1 Seite. Dünnes Papier. Rückseitig masch. Adresse.
450 €
An den Buchhändler Karl Keller in Oranienbaum bei Dessau. Abschrift des Gedichtes "Bericht eines Schülers", "geschrieben im November 1941", darunter die Mitteilung: "[...] Die Abzüge durch meinen Verleger sind gekommen, weitere nicht. Vielen Dank, auch für Ihren lieben Brief! Ich bin seit anderthalb Jahren dauernd krank, kann nun auch so gut wie gar nicht mehr gehen, hoffe aber die Arbeit noch fertig zu machen, an die ich die letzten zehn Jahre gewendet habe. Herrn Paffenholz schicke ich einen gedruckten Gruß [...]" - Gemeint sind die Abzüge eines Handpressendruckes, den Karl Keller veranstaltet hatte: Hermann Hesse, Stufen. Mit einem Original-Holzschnitt von Peter Joseph Paffenholz. Oranienbaum 1946. Kl.-8°, 2 Blatt. 1946 erhielt Hesse den Nobelpreis, u. a. für "Das ...
An den Buchhändler Karl Keller in Oranienbaum bei Dessau. Abschrift des Gedichtes "Bericht eines Schülers", "geschrieben im November 1941", darunter die Mitteilung: "[...] Die Abzüge durch meinen Verleger sind gekommen, weitere nicht. Vielen Dank, auch für Ihren lieben Brief! Ich bin seit anderthalb Jahren dauernd krank, kann nun auch so gut wie gar nicht mehr gehen, hoffe aber die Arbeit noch fertig zu machen, an die ich die letzten zehn Jahre gewendet habe. Herrn Paffenholz schicke ich einen gedruckten Gruß [...]" - Gemeint sind die Abzüge eines Handpressendruckes, den Karl Keller veranstaltet hatte: Hermann Hesse, Stufen. Mit einem Original-Holzschnitt von Peter Joseph Paffenholz. Oranienbaum 1946. Kl.-8°, 2 Blatt. 1946 erhielt Hesse den Nobelpreis, u. a. für "Das Glasperlenspiel".
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Gedichttyposkript mit eigenhändiger Unterschrift „H. Hesse“ in Tinte. Ohne Ort und Jahr [Montagnola, ca. Oktober 1944], Gr.-8° (21,5 x 13,5 cm). 1 Seite.
400 €
Rückseitig eigenh. Adresse in Tinte an den Buchhändler "Karl Keller | Oranienbaum (Anhalt) | Försterstr. 44 b.". - Niederschrift des das Kriegsgrauen thematisierenden Gedichts "Oktober 1944": "Leidenschaftlich strömt der Regen, | Schluchzend wirft er sich ins Land, | Bäche gurgeln in den Wegen | Überfülltem See entgegen, | Der noch jüngst so gläsern stand. | Daß wir einmal fröhlich waren | Und die Welt uns selig schien, | War ein Traum. In grauen Haaren | Stehn wir herbstlich und erfahren, | Leiden Krieg und hassen ihn [...] Und es greift nach uns die Nacht." - Winzige Fehlstelle am Oberrand.Rückseitig eigenh. Adresse in Tinte an den Buchhändler "Karl Keller | Oranienbaum (Anhalt) | Försterstr. 44 b.". - Niederschrift des das Kriegsgrauen thematisierenden Gedichts "Oktober 1944": "Leidenschaftlich strömt der Regen, | Schluchzend wirft er sich ins Land, | Bäche gurgeln in den Wegen | Überfülltem See entgegen, | Der noch jüngst so gläsern stand. | Daß wir einmal fröhlich waren | Und die Welt uns selig schien, | War ein Traum. In grauen Haaren | Stehn wir herbstlich und erfahren, | Leiden Krieg und hassen ihn [...] Und es greift nach uns die Nacht." - Winzige Fehlstelle am Oberrand.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Prosa | (Auf einen Dichter). Einblattdruck mit eigenh. Eintragungung und Unterschrift „Gruss von H. H.“ in Tinte. [Zürich, Fretz & Wasmuth], April 1942, Gr.-8° (23,5 x 16 cm). 2 Seiten auf 1 Blatt.
400 €
Erste Ausgabe. - Mileck III, 82. Wilpert-G. 246. - Sonderdruck aus der "Neuen Schweizer Rundschau" Aprilheft 1942. - Zeile 4 mit eigenh. Korrektur des Druckfehlers "mühevoll" (statt "müdevoll"). - Leicht gebräunt. - Von größter Seltenheit (häufiger ist die spätere Ausgabe von 1961).Erste Ausgabe. - Mileck III, 82. Wilpert-G. 246. - Sonderdruck aus der "Neuen Schweizer Rundschau" Aprilheft 1942. - Zeile 4 mit eigenh. Korrektur des Druckfehlers "mühevoll" (statt "müdevoll"). - Leicht gebräunt. - Von größter Seltenheit (häufiger ist die spätere Ausgabe von 1961).
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
An einen jungen Kollegen in Japan. Privatdruck. Ohne Ort (Montagnola), 1947, 8° (20 x 13,5 cm). 9 S., 2 weisse Bl. Büttenumschlag mit Titelschild, Fadenheftung..
400 €
Eins von angeblich ca. 50 Exemplaren der Gesamtauflage. - Das weisse Vorsatzblatt mit eigenh. Signatur "H. Hesse" in Tinte. - Der größere von zwei Drucken, auf Büttenpapier mit Wasserzeichen (der kleinere erschien auf Dünndruckpapier). - Wilpert-G. 294. Mileck III, 124 (jeweils 2 Varianten: Selbstverlag bzw. Gebr. Fretz, Zürich). Waibler E 234. Kliemann/Silomon (Nachtrag) 109/4. - Gut erhalten. - Sehr selten.Eins von angeblich ca. 50 Exemplaren der Gesamtauflage. - Das weisse Vorsatzblatt mit eigenh. Signatur "H. Hesse" in Tinte. - Der größere von zwei Drucken, auf Büttenpapier mit Wasserzeichen (der kleinere erschien auf Dünndruckpapier). - Wilpert-G. 294. Mileck III, 124 (jeweils 2 Varianten: Selbstverlag bzw. Gebr. Fretz, Zürich). Waibler E 234. Kliemann/Silomon (Nachtrag) 109/4. - Gut erhalten. - Sehr selten.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Knulp. Drei Geschichten aus dem Leben Knulps. Steinzeichnungen von Karl Walser. Berlin, S. Fischer, 1922, 4° (28 x 20 cm). Mit 16 teils blattgr. Orig.-Lithographien von Karl Walser. 131 S., 2 Bl. OHldr. (gering bestoßen).
400 €
Nr. 139 von 350 Ex. (Gesamtaufl. 360), im Druckvermerk von Karl Walser in Bleistift signiert. - Erste Ausgabe mit den Illustrationen von Walser. Handpressendruck auf Bütten. - Mileck II, 23 A. Badorrek-H. A 14. 1. Beck 205 (irrt. "1923"). - Vorne und unten unbeschnitten. Innengelenke verstärkt.Nr. 139 von 350 Ex. (Gesamtaufl. 360), im Druckvermerk von Karl Walser in Bleistift signiert. - Erste Ausgabe mit den Illustrationen von Walser. Handpressendruck auf Bütten. - Mileck II, 23 A. Badorrek-H. A 14. 1. Beck 205 (irrt. "1923"). - Vorne und unten unbeschnitten. Innengelenke verstärkt.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Sinclairs Notizbuch. Zürich, Rascher & Cie.,, 1923, Gr.-8° (24,5 x 18,5 cm.). Mit 4 Farbtafeln nach Aquarellen des Verfassers. 108 S., 2 Bl. OLwd. mit goldgepr. Rückentitel.
400 €
Nr. 324 von 1000 Ex. (Gesamtaufl. 1100) der sog. "Luxusausgabe", im Druckvermerk mir eigenh. Bleistiftsignatur "H Hesse". - "Der Band, der durch die limitierte Auflage, den Verlagswechsel und durch den Ladenpreis alle Merkmale eines Privatdrucks unter Ausschluß der Öffentlichkeit hat, enthielt nur eine Auswahl aus den pseudonym veröffentlichten Aufsätzen; darunter die erste Sinclair-Veröffentlichung überhaupt" (Hesse Katalog Marbach S. 108). - Kliemann-S. 43. Mileck II, 44. Waibler E 172. Wilpert-G. 127. - Gut erhalten.Nr. 324 von 1000 Ex. (Gesamtaufl. 1100) der sog. "Luxusausgabe", im Druckvermerk mir eigenh. Bleistiftsignatur "H Hesse". - "Der Band, der durch die limitierte Auflage, den Verlagswechsel und durch den Ladenpreis alle Merkmale eines Privatdrucks unter Ausschluß der Öffentlichkeit hat, enthielt nur eine Auswahl aus den pseudonym veröffentlichten Aufsätzen; darunter die erste Sinclair-Veröffentlichung überhaupt" (Hesse Katalog Marbach S. 108). - Kliemann-S. 43. Mileck II, 44. Waibler E 172. Wilpert-G. 127. - Gut erhalten.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Maschinengeschriebener Brief mit eigenhändiger Unterschrift „HHesse“ in Bleistift. Ohne Ort und Jahr [Montagnola, 1946], Gr.-8° (21 x 13,5 cm). 1 Seite. Dünnes Papier.
380 €
An den Buchhändler Karl Keller: "[...] In aller Eile, da ich grade verreisen muß und eben erste Ihr l. Brief ankam, sende ich für den Neudruck, falls es noch möglich ist, folgendes Material: | den korrigierten Text des früheren Drucks | 2) die drei Gedichte, die noch hinzu kommen sollen, in der Reihenfolge des Entstehungsdatums, also zuerst 'Lebwohl' dann 'Beim Wiederlesen' dann 'Im Schloß Bremgarten'. | Auf Ihren Brief, dessen Nachrichten mich auch bewegen, da ich ähnliche Verluste erfuhr, antworte ich später [...]" - Keller hatte, noch in Dessau-Oranienbaum, 1943 den Privatdruck "Fünf Gedichte" veranstaltet, eigentlich zu Hesses 65. Geburtstag 1942. Das erwähnte Korrekturexemplar liegt uns ebenfalls vor. 1946 plante Keller eine erweiterete Ausgabe, die aber wohl nicht zustande ...
An den Buchhändler Karl Keller: "[...] In aller Eile, da ich grade verreisen muß und eben erste Ihr l. Brief ankam, sende ich für den Neudruck, falls es noch möglich ist, folgendes Material: | den korrigierten Text des früheren Drucks | 2) die drei Gedichte, die noch hinzu kommen sollen, in der Reihenfolge des Entstehungsdatums, also zuerst 'Lebwohl' dann 'Beim Wiederlesen' dann 'Im Schloß Bremgarten'. | Auf Ihren Brief, dessen Nachrichten mich auch bewegen, da ich ähnliche Verluste erfuhr, antworte ich später [...]" - Keller hatte, noch in Dessau-Oranienbaum, 1943 den Privatdruck "Fünf Gedichte" veranstaltet, eigentlich zu Hesses 65. Geburtstag 1942. Das erwähnte Korrekturexemplar liegt uns ebenfalls vor. 1946 plante Keller eine erweiterete Ausgabe, die aber wohl nicht zustande kam. Keller siedelte 1949 nach Köln über.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Masch. Billett mit eigenhändiger Unterschrift und Zusätzen. Montagnola, ohne Jahr (ca. 1930), 10,5 x 15 cm..
220 €
Eigenhändig eingesetzt sind die Ziffer "57" und "Hermann Hesse | Montagnola | b. Lugano." - Masch.: "In zwei Paketen sende ich Ihnen heute [57] Bände neuer Bücher. | Mit Grüssen Ihr ergebener". - Beiliegend: I Ein in Bleistift beschrifteter eigenh. Zettel mit U. "Herrn | [Adolf] Bürdeke | Gruss von HHesse". - II. Unbeschriftete Postkarte mit Illustration "Holzschnitt nach einem Aquarell von Hermann Hesse." - III. Georg Schwarz, Calw. Gedicht. (Privatdruck). 1958. Doppelblatt. Graues Papier. Gedruckter Dank von H. Hesse. Mileck III, 306. Wilpert-G. 487.Eigenhändig eingesetzt sind die Ziffer "57" und "Hermann Hesse | Montagnola | b. Lugano." - Masch.: "In zwei Paketen sende ich Ihnen heute [57] Bände neuer Bücher. | Mit Grüssen Ihr ergebener". - Beiliegend: I Ein in Bleistift beschrifteter eigenh. Zettel mit U. "Herrn | [Adolf] Bürdeke | Gruss von HHesse". - II. Unbeschriftete Postkarte mit Illustration "Holzschnitt nach einem Aquarell von Hermann Hesse." - III. Georg Schwarz, Calw. Gedicht. (Privatdruck). 1958. Doppelblatt. Graues Papier. Gedruckter Dank von H. Hesse. Mileck III, 306. Wilpert-G. 487.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Masch. Postkarte mit eigenhändiger Unterschrift „H. Hesse“. Stuttgart, 1957 (?, Poststempel unleserlich), 1 Seite, verso adressiert.
200 €
An Werner Kühn in Clausthal-Zellerfeld: "[...] An dem Tag, an dem Ihr Briefchen kam, haben noch zwei andre junge Leute mich gebeten, ihnen das Glasperlenspiel zu schenken, und so geht es immerzu, ich müsste Millionär sein um diesen Bitten zu genügen. Wenn ich über ein Exemplar verfügen kann, dann gebe ich es in die Ostzone, wo es sehr viel notwendiger ist [...]". - Beilagen: 3 Gegenbriefe und 1 von Hesse eigenh. adressierter Umschlag.An Werner Kühn in Clausthal-Zellerfeld: "[...] An dem Tag, an dem Ihr Briefchen kam, haben noch zwei andre junge Leute mich gebeten, ihnen das Glasperlenspiel zu schenken, und so geht es immerzu, ich müsste Millionär sein um diesen Bitten zu genügen. Wenn ich über ein Exemplar verfügen kann, dann gebe ich es in die Ostzone, wo es sehr viel notwendiger ist [...]". - Beilagen: 3 Gegenbriefe und 1 von Hesse eigenh. adressierter Umschlag.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Engadiner Erlebnisse. Rundbrief an die Freunde. August 1953. Separatdruck aus dem Oktoberheft 1953 der „Neuen Schweizer Rundschau“. Ohne Ort und Verlag, 1953, Gr.-8°. 19 S. Geheftet, ohne Einband.
180 €
Am Kopf von Seite 3 mit eigenh. Widmung "Dank u. Gruß! H. Hesse." - Sehr seltener Separatdruck.Am Kopf von Seite 3 mit eigenh. Widmung "Dank u. Gruß! H. Hesse." - Sehr seltener Separatdruck.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Statt eines Briefes. (Privatdruck). Ohne Ort (Montagnola), Ende Juli 1946, Kl.-4° (18 x 14,5 cm). Doppelblatt. Dünndruckpapier.
180 €
Erste Ausgabe. - Wilpert-G. 293. Mileck III:121. Waibler E 33. - Sehr selten.Erste Ausgabe. - Wilpert-G. 293. Mileck III:121. Waibler E 33. - Sehr selten.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Brief an Adele. (Privatdruck). [Zürich], Februar 1946, Kl.-8° (14,5 x 8,5 cm). 19 S. Dünndruckpapier. Klammerheftung ohne Einband.
150 €
Erste Ausgabe. - Mileck III, 108. Wilpert-G. 277 c. - Die seltenste von 3 Varianten. - Gut erhalten.Erste Ausgabe. - Mileck III, 108. Wilpert-G. 277 c. - Die seltenste von 3 Varianten. - Gut erhalten.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Gedenkblatt für Adele. (1875-1949. Privatdruck. Montagnola, Selbstverlag (Gebr. Fretz AG Zürich, Ende September 1949), 8° (18,5 x 11 cm). Mit Titelbordüre. 17 S., 1 Bl. Geheftet.
100 €
Erste Ausgabe. - Wilpert-G. 342. Mileck III, 166.Erste Ausgabe. - Wilpert-G. 342. Mileck III, 166.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Beschreibung einer Landschaft. Ein Stück Tagebuch. [Privatdruck]. Bern, Stämpfli, 1947, Kl.-8° (14,5 x 10,5 cm). 20 S. Dünndruck. Ohne Einband.
100 €
Erste Ausgabe. - Wilpert-G. 297 b. Mileck III, 127. - Es existiert auch eine Variante in größerem Format und mit 27 Seiten. - Minimal fleckig und knittrig.Erste Ausgabe. - Wilpert-G. 297 b. Mileck III, 127. - Es existiert auch eine Variante in größerem Format und mit 27 Seiten. - Minimal fleckig und knittrig.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Blätter vom Tage. (Privatdruck). (Zürich, Fretz, 1948), 8° (ca. 18,5 x 11 cm). 15 S. OKart..
100 €
Erste Ausgabe, eine von 2 Varianten, hier im größeren Format, auf Normalpapier und mit Umschlag. - Wilpert-G. 316. - Minimal fleckig, insgesamt gut.Erste Ausgabe, eine von 2 Varianten, hier im größeren Format, auf Normalpapier und mit Umschlag. - Wilpert-G. 316. - Minimal fleckig, insgesamt gut.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Großväterliches. (Privatdruck). St. Gallen, Tschudy, 1952, Kl.-8° (ca. 15,5 x 11 cm). 15 S., 2 weisse Bl. OKart..
100 €
Erste Ausgabe. - Gedruckte Widmung: "Meinem Vater Wilhelm Gundert, dem Japaner, gewidmet". - Wilpert-G. 399. Mileck III, 212. - Gut erhalten.Erste Ausgabe. - Gedruckte Widmung: "Meinem Vater Wilhelm Gundert, dem Japaner, gewidmet". - Wilpert-G. 399. Mileck III, 212. - Gut erhalten.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Anton Schievelbeyn’s ohn-freywillige Reisse nacher Ost-Indien. München, Heinrich F. S. Bachmair, 1914, Gr.-8°. 15 S. Orig.-Broschur mit Titelschild (Umschlag lose und mit kleinen Randschäden).
80 €
Eins von 750 Exemplaren. - Erste Ausgabe. - Wilpert-G. 34. - "Siebenter der von Berthold Sutter herausgegebenen Münchener Liebhaberdrucke". - Titelblatt mit Einriß und Namenseintrag. - Beilagen: Postkarte nach einer Zeichnung, Verlagsprospekt, Separatdrucke, Zeitungsausschnitte.Eins von 750 Exemplaren. - Erste Ausgabe. - Wilpert-G. 34. - "Siebenter der von Berthold Sutter herausgegebenen Münchener Liebhaberdrucke". - Titelblatt mit Einriß und Namenseintrag. - Beilagen: Postkarte nach einer Zeichnung, Verlagsprospekt, Separatdrucke, Zeitungsausschnitte.
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Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Späte Gedichte. (Privatdruck). (St. Gallen, Tschudy, 1946), 8° (17 x 12 cm). 8 nn Bl. Ohne Einband.
80 €
Erste Ausgabe. - Dünndruckpapier. - Mileck III: 120. Waibler E 83. Wilpert-G. 292. - Die Seiten 2-4, 6-7, 10-11, 14-15 unbedruckt; also wohl aus einem Bogen nur mit Schön-, aber ohne Widerdruck gefalzter und gehefteter Fehldruck. - Etw. fleckig und knittrig. - S. 16 masch. beschriftet "Keinerlei Veröffentlichung erlaubt!"Erste Ausgabe. - Dünndruckpapier. - Mileck III: 120. Waibler E 83. Wilpert-G. 292. - Die Seiten 2-4, 6-7, 10-11, 14-15 unbedruckt; also wohl aus einem Bogen nur mit Schön-, aber ohne Widerdruck gefalzter und gehefteter Fehldruck. - Etw. fleckig und knittrig. - S. 16 masch. beschriftet "Keinerlei Veröffentlichung erlaubt!"
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Maschinengeschriebener Brief mit aquarellierter Bleistiftzeichnung am Kopf sowie Eigenhändige Unterschrift „H Hesse“ (Bleistift). Ohne Ort [Montagnola], 4. V. 1947, Gr.-8°. 2 Seiten. Gelocht.
An den Verleger Lambert Schneider in Heidelberg: ""[...] In den letzten Tagen haben mehrere Sendungen von Ihnen mich erreicht und erfreut, sie enthielten: Brink, Lehmann, Ehrenberg, Michel, Bulst. Letzteres sowie die Romantikergedichte (die auch äußerlich das erste wirklich schöne Buch finden, das ich aus dem jetzigen Deutschland bisher sah) sind mir besonders willkommen. Ich danke Ihnen und gratuliere. Sie haben mehr zustande gebracht als meinem armen lieben P. Suhrkamp möglich war - von all meinen mehr als 40 Büchern ist bis heute nicht eines neu erschienen! [...] Ich lege Ihnen das wenige bei, was zu schicken mir möglich ist. Zwei andre Privatdrucke erscheinen auf den Sommer und folgen. Bei den Romantikern fehlt mir, auf den ersten Blick, Arnims fast schönstes Lied: die Sonne ...
An den Verleger Lambert Schneider in Heidelberg: ""[...] In den letzten Tagen haben mehrere Sendungen von Ihnen mich erreicht und erfreut, sie enthielten: Brink, Lehmann, Ehrenberg, Michel, Bulst. Letzteres sowie die Romantikergedichte (die auch äußerlich das erste wirklich schöne Buch finden, das ich aus dem jetzigen Deutschland bisher sah) sind mir besonders willkommen. Ich danke Ihnen und gratuliere. Sie haben mehr zustande gebracht als meinem armen lieben P. Suhrkamp möglich war - von all meinen mehr als 40 Büchern ist bis heute nicht eines neu erschienen! [...] Ich lege Ihnen das wenige bei, was zu schicken mir möglich ist. Zwei andre Privatdrucke erscheinen auf den Sommer und folgen. Bei den Romantikern fehlt mir, auf den ersten Blick, Arnims fast schönstes Lied: die Sonne scheinet an die Wand. Wenn man in dem Buch blättert, was ist das für ein Reichtum, es ist wie ein Gang durch ein unzerstörtes Land. Wie arm an Tönen, an Urkraft, an Persönlichkeiten und Melodien die, soweit ich sie noch kenne, die heutige deutsche Dichtung. Man denkt dankbar an Carossa, anerkennt W. Lehmann, Lörke, Kasack - und ist schon am Ende. Während dort, um 1800, zwischen Tieck und Eichendorff, wie unbändig treibt und wuchert und blüht es da! [...]" - Das Aquarell mit Tessiner Häusern und Lanmdschaft. - Mit Beantwortungsvermerk
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Maschinengeschriebener Brief mit kleiner aquarellierter Federzeichnung am Kopf und Unterschrift „H Hesse“. Ohne Ort und Jahr [Montagnola, ca. 1930], 8°. 2 Seiten. Doppelblatt. Handbütten.
An den Arzt Leopold Langhammer (1891-1975) in Wien: "Danke schön für Ihren Gruß vom Semmering. Er fand mich in Zürich, wo ich die letzten Wochen zugebracht habe, teils um den Augenärzten etwas zu verdienen zu geben, teils um den allzuvielen Fremden im Tessin auszuweichen. Ich lebe noch zurückgezogener als früher, und auch der schlechte Zustand meiner Augen hat seither ständig zugenommen; ich weiss seit Langem nicht mehr was ein Tag ohne Schmerzen ist. Der Goldmund ['Narziß und Goldmund', 1930] war lange Zeit mein Trost; seit er beendet ist, fehlt mir viel. Aber die Sonne scheint weiter, und wenn ich auch auf das Lesen mehr und mehr verzichten muss, so kann ich doch noch malen [...]" - Das sehr hübsche Aquarell (ca. 6 x 5,5 cm) zeigt eine Ansicht von Montagnola mit See und Bergen.An den Arzt Leopold Langhammer (1891-1975) in Wien: "Danke schön für Ihren Gruß vom Semmering. Er fand mich in Zürich, wo ich die letzten Wochen zugebracht habe, teils um den Augenärzten etwas zu verdienen zu geben, teils um den allzuvielen Fremden im Tessin auszuweichen. Ich lebe noch zurückgezogener als früher, und auch der schlechte Zustand meiner Augen hat seither ständig zugenommen; ich weiss seit Langem nicht mehr was ein Tag ohne Schmerzen ist. Der Goldmund ['Narziß und Goldmund', 1930] war lange Zeit mein Trost; seit er beendet ist, fehlt mir viel. Aber die Sonne scheint weiter, und wenn ich auch auf das Lesen mehr und mehr verzichten muss, so kann ich doch noch malen [...]" - Das sehr hübsche Aquarell (ca. 6 x 5,5 cm) zeigt eine Ansicht von Montagnola mit See und Bergen.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Maschinengeschriebener Brief mit eigenhändiger Unterschrift „HHesse“ (Bleistift). Ohne Ort und Jahr (Montagnola, Ende November 1935), Kl.-4°. 2 Seiten. Doppelblatt mit Holzschnittvignette nach Hermann Hesse.
An Nora Schadow in Kiel: "[...] Dank für das so sehr hübsche Fischbüchlein. Ich sitze noch zwischen Stößen von Bücherpaketen und andrer Post, dieser Tage erst nachlanger Abwesenheit zurückgekehrt, viel zu müde und verbraucht um einen wirklichen Brief schreiben zu können. In Baden, wo ich zur Kur war, habe ich meinen Bruder begraben müssen, der sich [am 27. XI. 1935] das Leben genommen hat während ich dort war. Und sonst drückt viel andres, Sorgen, Widerwärtiges. Weil ich in Schweden je und je einen Bericht über deutsche Bücher bringe, in dem ich das empfehle was gut ist, nennt mich Herr W[ill] Vesper in seiner Litteraturzeitschrift einen Volksverräter, der im Sold der Juden stehe, es sei eine Schande dass ein deutscher Dichter in ein Judenblatt schreibe. Das wäre ja ...
An Nora Schadow in Kiel: "[...] Dank für das so sehr hübsche Fischbüchlein. Ich sitze noch zwischen Stößen von Bücherpaketen und andrer Post, dieser Tage erst nachlanger Abwesenheit zurückgekehrt, viel zu müde und verbraucht um einen wirklichen Brief schreiben zu können. In Baden, wo ich zur Kur war, habe ich meinen Bruder begraben müssen, der sich [am 27. XI. 1935] das Leben genommen hat während ich dort war. Und sonst drückt viel andres, Sorgen, Widerwärtiges. Weil ich in Schweden je und je einen Bericht über deutsche Bücher bringe, in dem ich das empfehle was gut ist, nennt mich Herr W[ill] Vesper in seiner Litteraturzeitschrift einen Volksverräter, der im Sold der Juden stehe, es sei eine Schande dass ein deutscher Dichter in ein Judenblatt schreibe. Das wäre ja häßlich und dumm genug von meinem Kollegen Vesper. Aber es ist noch nicht alles. Nachdem er auf meine Reklamation mich keiner Antwort gewürdigt, erfahre ich gestern, dass im gleichen schwedischen 'Judenblatt' der gleiche Herr Vesper bis vor ganz kurzem ,als mein Vorgänger, die Berichte über deutsche Bücher geschrieben hat. Es ist in unsrer Literatur alles immer noch dreckiger als man sich vorstellt [...]" - Vgl. Über Hermann Hesse I, S. 94-98. H. Schwilk, Das Leben des Glasperlenspielers.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenhändiges Gedichtmanuskript (12 Zeilen) mit mit aquarellierter Federzeichnung (Schopfweide vor Gebirge) auf der ersten Seite. Ohne Ort und Jahr [Marin bei Neuchatel, Anfang Dezember 1946], Gr.-8°. 2 Seiten. Doppelblatt. Bütten.
"Karfreitag || Verhangener Tag, im Wald noch Schnee, | Im kahlen Holz die Amsel singt; | Des Frühlings Atem ängstlich schwingt, | Von Lust geschwellt, beschwert von Weh. | So schweigsam steht und klein im Gras | Das Krokusvolk, das Veilchennest, | Es duftet scheu und weiss nicht was, | Es duftet Tod und duftet Fest. | Baumknospen stehn von Tränen blind, | Der Himmel hängt so bang und nah, | Und alle Gärten, Hügel sind | Gethsemane und Golgatha.""Karfreitag || Verhangener Tag, im Wald noch Schnee, | Im kahlen Holz die Amsel singt; | Des Frühlings Atem ängstlich schwingt, | Von Lust geschwellt, beschwert von Weh. | So schweigsam steht und klein im Gras | Das Krokusvolk, das Veilchennest, | Es duftet scheu und weiss nicht was, | Es duftet Tod und duftet Fest. | Baumknospen stehn von Tränen blind, | Der Himmel hängt so bang und nah, | Und alle Gärten, Hügel sind | Gethsemane und Golgatha."
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenhändiges Gedichtmanuskript (12 Zeilen) mit mit aquarellierter Federzeichnung (ovaler Blütenkranz) auf der ersten Seite. Ohne Ort und Jahr [Marin bei Neuchatel, Anfang Dezember 1946], Gr.-8°. 2 Seiten. Doppelblatt. Bütten.
"Schmerz || Schmerz ist ein Meister, der uns klein macht, | Ein Feuer, das uns ärmer brennt, | Das uns vom eigenen Leben trennt, | Das uns umlodert und allein macht, | Weisheit und Liebe werden klein, | Trost wird und Hoffnung dünn und flüchtig; | Schmerz liebt uns wild und eifersüchtig, | Wir schmelzen hin und werden Sein. | Es krümmt die Irdene Form, das Ich, | Und wehrt und sträubt sich in den Flammen. | Dann sinkt sie still im Staub zusammen | Und überlässt dem Meister sich." - Sehr schön."Schmerz || Schmerz ist ein Meister, der uns klein macht, | Ein Feuer, das uns ärmer brennt, | Das uns vom eigenen Leben trennt, | Das uns umlodert und allein macht, | Weisheit und Liebe werden klein, | Trost wird und Hoffnung dünn und flüchtig; | Schmerz liebt uns wild und eifersüchtig, | Wir schmelzen hin und werden Sein. | Es krümmt die Irdene Form, das Ich, | Und wehrt und sträubt sich in den Flammen. | Dann sinkt sie still im Staub zusammen | Und überlässt dem Meister sich." - Sehr schön.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Hermann Hesse“ sowie mont. Porträtfotografie mit Unterschrift „H. H.“. Montagnola, ca. 1935, Kl.-4°. 2 Seiten. Doppelblatt. Briefkopf nach einer Zeichnung von Gunter Böhmer (Hesse mit Strohhut). Oberrand gelocht.
An Rudolf Alexander Schröder in Bergen bei Traunstein, den er seiner Sympathie versichert: "[...] Auch ich kenne Sie seit den Zeiten der 'Insel' her, besitze die meisten Ihrer Bücher und liebe und bewundere viele Gedichte von Ihnen. Daß nun einmal ein Händedruck gewechselt wird, ist mir eine Freude. Ich hoffe, es erreicht Sie als Zeichen meines Dankes und als Probe meiner letzten Arbeiten ein für Freunde privat gedrucktes Gedicht, das ich von Berlin an Sie beordere [...]" - Die auf Seite 2 montierte Fotografie von Heiner Hesse zeigt Hesse mit Strohhut im Garten von Montagnola.An Rudolf Alexander Schröder in Bergen bei Traunstein, den er seiner Sympathie versichert: "[...] Auch ich kenne Sie seit den Zeiten der 'Insel' her, besitze die meisten Ihrer Bücher und liebe und bewundere viele Gedichte von Ihnen. Daß nun einmal ein Händedruck gewechselt wird, ist mir eine Freude. Ich hoffe, es erreicht Sie als Zeichen meines Dankes und als Probe meiner letzten Arbeiten ein für Freunde privat gedrucktes Gedicht, das ich von Berlin an Sie beordere [...]" - Die auf Seite 2 montierte Fotografie von Heiner Hesse zeigt Hesse mit Strohhut im Garten von Montagnola.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenhändiges Gedichtmanuskript (12 Zeilen) mit Unterschrift Ohne Ort und Jahr, [ca. 1920], 8°. 2 gegenüberliegende Seiten. Doppelblatt.
Sein Gedicht "Bekenntnis" (Mileck 246), aber noch ohne diesen Titel: "Holder Schein, an deine Spiele | Sieh mich willig hingegeben. | Andre haben Zwecke, Ziele, | Mir genügt es schon, zu leben! [...] Solche Bilderschrift zu lesen | Wird mir stets das Leben lohnen; | Denn das Ewige, das Wesen, | Weiß ich in mir selber wohnen [...]" - Unter anderem in der NZZ 1918 und im "Simplicissimus" 1920 erschienen. Das Gedicht wurde in viele Sammlungen aufgenommen und mehrfach vertont. - Gering fleckig.Sein Gedicht "Bekenntnis" (Mileck 246), aber noch ohne diesen Titel: "Holder Schein, an deine Spiele | Sieh mich willig hingegeben. | Andre haben Zwecke, Ziele, | Mir genügt es schon, zu leben! [...] Solche Bilderschrift zu lesen | Wird mir stets das Leben lohnen; | Denn das Ewige, das Wesen, | Weiß ich in mir selber wohnen [...]" - Unter anderem in der NZZ 1918 und im "Simplicissimus" 1920 erschienen. Das Gedicht wurde in viele Sammlungen aufgenommen und mehrfach vertont. - Gering fleckig.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Maschinengeschriebener Brief mit eigenh. monogr. Aquarell und Unterschrift „H.Hesse“. Ohne Ort und Jahr [Montagnola, ca. 1954], Kl.-4°. 1 Seite.
An Frau Brentani: "[...] Wenn man einen Fehler begangen hat und die Möglichkeit besteht, ihn zu korrigieren, so soll man es tun, auch wenn scheinbar das Leben zu kurz für solche Korrekturen ist. Ich habe in Sils Ihre Visitenkarte verlegt und Ihren Namen in meinem alten Kopf mit 'Carola' notiert. Erst beim Koffer-auspacken fiel die Karte mir wieder in die Hand, und da bitte ich also schön um Nachsicht [...] Wir sind gut gereist und zuhause von Köchin, Zimmermädchen und drei Katzen zärtlich begrüsst worden [...]" - Hesse hat den einfarbigen Autotypiedruck am Briefkopf eigenhändig koloriert, schwarz umrandet und mit "HH" monogrammiert sowie im Druck das "Nach einem" gestrichen, so dass die Bildunterschrift nun "Aquarell von Hermann Hesse" lautet.An Frau Brentani: "[...] Wenn man einen Fehler begangen hat und die Möglichkeit besteht, ihn zu korrigieren, so soll man es tun, auch wenn scheinbar das Leben zu kurz für solche Korrekturen ist. Ich habe in Sils Ihre Visitenkarte verlegt und Ihren Namen in meinem alten Kopf mit 'Carola' notiert. Erst beim Koffer-auspacken fiel die Karte mir wieder in die Hand, und da bitte ich also schön um Nachsicht [...] Wir sind gut gereist und zuhause von Köchin, Zimmermädchen und drei Katzen zärtlich begrüsst worden [...]" - Hesse hat den einfarbigen Autotypiedruck am Briefkopf eigenhändig koloriert, schwarz umrandet und mit "HH" monogrammiert sowie im Druck das "Nach einem" gestrichen, so dass die Bildunterschrift nun "Aquarell von Hermann Hesse" lautet.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenhändiges Gedichtmanuskript (28 Zeilen) mit Unterschrift , Ohne Ort und Jahr (ca. 1905), Kl.-8°. 2 Seiten.
Sehr frühe, schöne Niederschrift des später "Weihnacht des Alten" betitelten Gedichtes: "Als ich ein Knabe war, in Weihnachtszeiten, | Wie war ich selig da und unersättlich | Im Duft der Kerzen mit dem neuen Spielzeug | Zu spielen unterm Tannenbaum: dem Roß, | Dem Bilderbuch, der Eisenbahn, der Violine! [...]"Sehr frühe, schöne Niederschrift des später "Weihnacht des Alten" betitelten Gedichtes: "Als ich ein Knabe war, in Weihnachtszeiten, | Wie war ich selig da und unersättlich | Im Duft der Kerzen mit dem neuen Spielzeug | Zu spielen unterm Tannenbaum: dem Roß, | Dem Bilderbuch, der Eisenbahn, der Violine! [...]"
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenhändiges Gedichtmanuskript (28 Zeilen) mit Unterschrift , Ohne Ort und Jahr, Kl.-8°. 2 Seiten.
Sehr frühe, schöne Niederschrift des später "Weihnacht des Alten" betitelten Gedichtes: "Als ich ein Knabe war, in Weihnachtszeiten, | Wie war ich selig da und unersättlich | Im Duft der Kerzen mit dem neuen Spielzeug | Zu spielen unterm Tannenbaum: dem Roß, | Dem Bilderbuch, der Eisenbahn, der Violine! [...]"Sehr frühe, schöne Niederschrift des später "Weihnacht des Alten" betitelten Gedichtes: "Als ich ein Knabe war, in Weihnachtszeiten, | Wie war ich selig da und unersättlich | Im Duft der Kerzen mit dem neuen Spielzeug | Zu spielen unterm Tannenbaum: dem Roß, | Dem Bilderbuch, der Eisenbahn, der Violine! [...]"
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenh. Aquarell sowie eigenh. Gedichtmanuskript (12 Zeilen) mit Widmung und Unterschrift Ohne Ort [Montagnola], April 1953, Kl.-4°. 3 Seiten. Doppelblatt.
Seite 1: Sehr schöne aquarellierte Federzeichnung. Blick von der Höhe auf den Luganer See mit Mond hinter herbstlichen Bäumen, Häusern und Bergsilhouette. Ein von der gedeckten Farbgebung und dem Nachtmotiv her ganz außergewöhnlich gelungenes Aquarell. Darunter der Gedichttitel "Wache Nacht". - Seite 2: Widmung "Herrn Kurt Saucke zum 10. April 1953 überreicht." An diesem Tag feierte Saucke sein 25jähriges Geschäftsjubiläum als Buchhändler in Hamburg. - Seite 3: Gedichttext: "Bleich blickt die föhnige Nacht herein, | Der Mond im Wald will untergehn. | Was zwingt mich doch mit banger Pein, | Zu wachen und hinaus zu sehn? [...] Am liebsten liefe ich vom Haus, | Vom Garten, Dorf und Lande fort | Dem Rufe nach, dem Zauberwort, | Und weiter und zur Welt hinaus. | II. 46 | H Hesse". ...
Seite 1: Sehr schöne aquarellierte Federzeichnung. Blick von der Höhe auf den Luganer See mit Mond hinter herbstlichen Bäumen, Häusern und Bergsilhouette. Ein von der gedeckten Farbgebung und dem Nachtmotiv her ganz außergewöhnlich gelungenes Aquarell. Darunter der Gedichttitel "Wache Nacht". - Seite 2: Widmung "Herrn Kurt Saucke zum 10. April 1953 überreicht." An diesem Tag feierte Saucke sein 25jähriges Geschäftsjubiläum als Buchhändler in Hamburg. - Seite 3: Gedichttext: "Bleich blickt die föhnige Nacht herein, | Der Mond im Wald will untergehn. | Was zwingt mich doch mit banger Pein, | Zu wachen und hinaus zu sehn? [...] Am liebsten liefe ich vom Haus, | Vom Garten, Dorf und Lande fort | Dem Rufe nach, dem Zauberwort, | Und weiter und zur Welt hinaus. | II. 46 | H Hesse". - Seite 4: Masch. Adresse am Unterrand. - Horizontal in der Mitte gefaltet. - Ganz außerordentlich schönes Autograph.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenhändiger Brief mit aquarellierter Federzeichnung und Unterschrift Ohne Ort [Montagnola], Ende Oktober 1951, Gr.-8°. 1 Seite.
An den Dichter Georg Schwarz (1902-1991) in München: "[...] Ihr Vagabundenbüchlein ['Unterm Hundsstern; eine Vagabundenromanze', München 1951] las ich mit Vergnügen. Übrigens hatte ich einmal einen Leser, der mir eine Zeitlang drollige Briefe schrieb, und Weng hiess. Dieser Tage werde ich wieder zum Arzt gebracht u. abgeklopft, es wird vom Cardiogramm abhängen, ob ich in Baden wieder baden darf! [...]" - Hübsches Aquarell einer Tessiner Landschaft. - Kleine Klammerspur.An den Dichter Georg Schwarz (1902-1991) in München: "[...] Ihr Vagabundenbüchlein ['Unterm Hundsstern; eine Vagabundenromanze', München 1951] las ich mit Vergnügen. Übrigens hatte ich einmal einen Leser, der mir eine Zeitlang drollige Briefe schrieb, und Weng hiess. Dieser Tage werde ich wieder zum Arzt gebracht u. abgeklopft, es wird vom Cardiogramm abhängen, ob ich in Baden wieder baden darf! [...]" - Hübsches Aquarell einer Tessiner Landschaft. - Kleine Klammerspur.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenh. Aquarell (ca. 5,5 x 6,3 cm) sowie eigenh. Gedichtmanuskript (12 Zeilen) ohne Unterschrift Ohne Ort [Montagnola], 1940, Kl.-4° (27,5 x 22,5 cm). 2 Seiten. Doppelblatt. Bütten.
Sein Gedicht "Flötenspiel": "Ein Haus bei Nacht durch Strauch und Baum | Ein Fenster leise schimmern liess, | Und dort im unsichtbaren Raum | Ein Flötenspieler stand und blies [...] Es war der Welt geheimer Sinn | In seinem Atem offenbart, | Und willig gab das Herz sich hin, | Und alle Zeit ward Gegenwart." - Die aquarellierte Federzeichnung zeigt ein Haus mit erleuchtetem Fenster in Tessiner Landschaft und im Mondenschein. - Minimale Montagespuren. - Schön.Sein Gedicht "Flötenspiel": "Ein Haus bei Nacht durch Strauch und Baum | Ein Fenster leise schimmern liess, | Und dort im unsichtbaren Raum | Ein Flötenspieler stand und blies [...] Es war der Welt geheimer Sinn | In seinem Atem offenbart, | Und willig gab das Herz sich hin, | Und alle Zeit ward Gegenwart." - Die aquarellierte Federzeichnung zeigt ein Haus mit erleuchtetem Fenster in Tessiner Landschaft und im Mondenschein. - Minimale Montagespuren. - Schön.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Bern, 31. XII. 1913, Gr.-8°. 2 Seiten.
An der Verleger Wilhelm Langewiesche-Brandt (1866-1934): "[...] Ihr Brief macht mir den Eindruck, es sei bei Ihnen ein Rest von Bitterkeit oder Beleidigtsein vorhanden. Darum schreibe ich nochmals, denn im Übrigen scheint es mir doch, daß Sie, wennschon von anderer Seite aus, für ähnliche Kulturwerte arbeiten wie ich, und da sollten Verstimmungen nie dauernd werden. Sie halten mir vor, daß ich selber für die 'Deutsche Bibl.' arbeitete. Ich glaube aber, in meinem Brief eigens gesagt zu haben, daß auch ich schon genötigt war, solche 'Collektionen' zu benutzen, obwohl ich deren Art nicht liebe. Ich liebe auch die Zeitung nicht, und arbeite doch mit. Was Sie mir von Berechtigung zur Kritik etwa absprachen, mag stimmen. Darum ist aber 'guter Wille und Unabhängigkeit von materiellem ...
An der Verleger Wilhelm Langewiesche-Brandt (1866-1934): "[...] Ihr Brief macht mir den Eindruck, es sei bei Ihnen ein Rest von Bitterkeit oder Beleidigtsein vorhanden. Darum schreibe ich nochmals, denn im Übrigen scheint es mir doch, daß Sie, wennschon von anderer Seite aus, für ähnliche Kulturwerte arbeiten wie ich, und da sollten Verstimmungen nie dauernd werden. Sie halten mir vor, daß ich selber für die 'Deutsche Bibl.' arbeitete. Ich glaube aber, in meinem Brief eigens gesagt zu haben, daß auch ich schon genötigt war, solche 'Collektionen' zu benutzen, obwohl ich deren Art nicht liebe. Ich liebe auch die Zeitung nicht, und arbeite doch mit. Was Sie mir von Berechtigung zur Kritik etwa absprachen, mag stimmen. Darum ist aber 'guter Wille und Unabhängigkeit von materiellem Vorteil' eben doch die erste und wichtigste Grundlage guter Kritik. Denken Sie, wieviel Anfeindung, Hohn, Verächtlichkeit und persönliche Hiebe wir Autoren von der Kritik einstecken müssen! Wenn ich jede solche Kritik, die mich doch auch 'schädigt', persönlich angreifen wollte! Daß ich mein kurzes, auf der Erinnerung fußendes Kritikerwort nicht mit Details belegen kann, tut mir leid. Es beruht auf der früheren Lektüre von Büchern, die ich nicht besprach und nimmer besitze. Genug! Ich bitte Sie, aus diesen Zeilen zu schließen, daß ich die Gesamtabsichten ihres Verlags nur schätzen kann und daß ich es bedauern würde, wenn bei Ihnen eine mißverstehende Verstimmung bliebe. Bei mir ist keine vorhanden." - Hesse hatte 1913 im Verlag "Deutsche Bibliothek Berlin" die Anthologie "Das Meisterbuch" herausgegeben. - Ungedruckt.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Maschinengeschriebener Brief mit aquarellierter Federzeichnung (4,3 x 5,4 cm) am Kopf sowie Eigenhändige Unterschrift „H H“ (Bleistift). Ohne Ort und Jahr [Montagnola, ca. 1955], 8°. 2 Seiten. Doppelblatt.
"Liebe Frau Porges | Danke für Ihren Gruß. Ach ja, das Frieren und Einsamsein und beginnende Altern, das habe ich einst auch manches Jahr lang geschmeckt. Heut ist wieder andres, was drückt, Krankheit, große Schwäche und Behinderungen, Fortschritte im Verfall, ewige ärztliche Spritzen, Blutübertragungen. Indessen bin ich meist doch einverstanden und eher heiter." - Die Korrespondenz mit Frau Nelly Porges zwischen 1955 und 1962 liegt im SLA Bern. - Das Aquarell mit Tessiner Häusern und Landschaft."Liebe Frau Porges | Danke für Ihren Gruß. Ach ja, das Frieren und Einsamsein und beginnende Altern, das habe ich einst auch manches Jahr lang geschmeckt. Heut ist wieder andres, was drückt, Krankheit, große Schwäche und Behinderungen, Fortschritte im Verfall, ewige ärztliche Spritzen, Blutübertragungen. Indessen bin ich meist doch einverstanden und eher heiter." - Die Korrespondenz mit Frau Nelly Porges zwischen 1955 und 1962 liegt im SLA Bern. - Das Aquarell mit Tessiner Häusern und Landschaft.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigh. Gedichtmanuskript (15 Zeilen) mit kolor. Holzschnitt und Unterschrift „H. Hesse“. Ohne Ort [Montagnola], ohne Jahr [ca. 1930], Gr.-8°. 2 Seiten. Doppelblatt mit kolor. Holzschnitt und eigenh. Titel auf Blatt 1 recto; Text des Gedichtes auf Blatt 2 recto.
Hesse bekanntestes Weihnachtsgedicht: "Der Heiland || Immer wieder wird er Mensch geboren, | Spricht zu frommen, spricht zu tauben Ohren, | Kommt uns nah und geht uns neu verloren. || Immer wieder muß er einsam ragen, | Aller Brüder Not und Sehnsucht tragen, | Immer wird er neu ans Kreuz geschlagen [...]" - Gedichtet in fünf Terzinen. - Der kolorierte "Holzschnitt [Landschaft im Tessin] nach einem Aquarell von Hesse". - Minimal stockfleckig.Hesse bekanntestes Weihnachtsgedicht: "Der Heiland || Immer wieder wird er Mensch geboren, | Spricht zu frommen, spricht zu tauben Ohren, | Kommt uns nah und geht uns neu verloren. || Immer wieder muß er einsam ragen, | Aller Brüder Not und Sehnsucht tragen, | Immer wird er neu ans Kreuz geschlagen [...]" - Gedichtet in fünf Terzinen. - Der kolorierte "Holzschnitt [Landschaft im Tessin] nach einem Aquarell von Hesse". - Minimal stockfleckig.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Maschinengeschriebener Brief und Gedichttyposkript (16 Zeilen) mit eigenhändiger Unterschrift „H. Hesse“ und Randnotizen. (Montagnola), (März 1944), 8°. 2 Seiten. Doppelblatt, in adressiertem Umschlag.
An Nora Schadow: "[...] Danke für Ihr Gedenken, Ihren Glückwunsch, und die liebenswerten Auszüge aus den Briefen Ihrer Kinder! Die machten mir Freude. Ich sende als Gegengabe ein Gedicht, das mir neulich anonym zugesandt wurde, es will auf ein Gedicht von mir antworten, das ich vor mehr als 40 Jahren geschrieben habe [...]". Auf der zweiten Seite die "Antwort auf das Gedicht 'Einsame Nacht' | (Gedichte Seite 171) | Deine ferne Stimme ruft durch die Nacht, | Durch Dunkel und Schlaf - | Lange hab' ich einsam geweint und gewacht, | Bis sie mich traf. | Werf' ich den goldenen Ball, den ich haschte im Flug, | Dem Spieler zurück? Leg ich auf seine Bürde, die schwer genug, | Mein eignes Geschick? [...]". - Hesses Gedicht "Einsame Nacht" erschien erstmals 1902 in "Gedichte" (Berlin, ...
An Nora Schadow: "[...] Danke für Ihr Gedenken, Ihren Glückwunsch, und die liebenswerten Auszüge aus den Briefen Ihrer Kinder! Die machten mir Freude. Ich sende als Gegengabe ein Gedicht, das mir neulich anonym zugesandt wurde, es will auf ein Gedicht von mir antworten, das ich vor mehr als 40 Jahren geschrieben habe [...]". Auf der zweiten Seite die "Antwort auf das Gedicht 'Einsame Nacht' | (Gedichte Seite 171) | Deine ferne Stimme ruft durch die Nacht, | Durch Dunkel und Schlaf - | Lange hab' ich einsam geweint und gewacht, | Bis sie mich traf. | Werf' ich den goldenen Ball, den ich haschte im Flug, | Dem Spieler zurück? Leg ich auf seine Bürde, die schwer genug, | Mein eignes Geschick? [...]". - Hesses Gedicht "Einsame Nacht" erschien erstmals 1902 in "Gedichte" (Berlin, G. Grote). - Der Brief wurde offenbar nach Deutschland gebracht und dort verschickt. Der Poststempel des Briefumschlages datiert "Korntal 30. V. 1944". - Vgl. Mileck V.A.2.
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VerkauftHesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift München, 20. I. 1911, Gr.-8°. 2 Seiten. Doppelblatt. Gedruckter Briefkopf „Albert Langen München Telegramme Simplicissimus-München … Kaulbach Strasse 91“.
Aus seiner Zeit als Mitarbeiter des Simplicissimus, an Max Mell (1882-1971), der ihm eine Erzählung mit der Bitte um Veröffentlichung übersandt hatte: "[...] Ihre Sendung traf mich zufällig gerade in München, da habe ich sie gleich selbst gelesen. Sie gefällt mir zwar und hat den feinen Ton, den ich bei Ihnen schon kannte; aber ich mag sie der Redaktion noch nicht empfehlen, da die Erzählung so lose u. lyrisch ist, daß ich es nicht wage. Wir sind jetzt, wo wir weniger Raum für Dichtung haben, sehr auf kräftig knappe Sachen erpicht und freuen uns, wenn wir so etwas von Ihnen einmal haben können. Gelt Sie nehmen mirs nicht übel? In wenigen Tagen reise ich wieder heim, ich war eine Weile in München und habe genug von der Stadt. Es grüßt Sie in Erinnerung an jenen Wiener ...
Aus seiner Zeit als Mitarbeiter des Simplicissimus, an Max Mell (1882-1971), der ihm eine Erzählung mit der Bitte um Veröffentlichung übersandt hatte: "[...] Ihre Sendung traf mich zufällig gerade in München, da habe ich sie gleich selbst gelesen. Sie gefällt mir zwar und hat den feinen Ton, den ich bei Ihnen schon kannte; aber ich mag sie der Redaktion noch nicht empfehlen, da die Erzählung so lose u. lyrisch ist, daß ich es nicht wage. Wir sind jetzt, wo wir weniger Raum für Dichtung haben, sehr auf kräftig knappe Sachen erpicht und freuen uns, wenn wir so etwas von Ihnen einmal haben können. Gelt Sie nehmen mirs nicht übel? In wenigen Tagen reise ich wieder heim, ich war eine Weile in München und habe genug von der Stadt. Es grüßt Sie in Erinnerung an jenen Wiener Abend beim Heurigen vielmal [...]".

