Meckel von Hemsbach, Johann Friedrich d. J., Mediziner (1781-1833).

280,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Halle, 28. I. 1817, 4° (23,5 x 19,5 cm). 2 Seiten. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest.

Vorrätig

Beschreibung

An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn berufen wurde, wegen einer Bewerbung in Halle: „[…] Ihr Stillschweigen sowohl gegen Herrn Prof. [Gottlieb] Hufeland als gegen mich nöthigt mich, Sie abermals mit diesen Zeilen zu beschweren welche nur die dringende Bitte einer baldigsten bestimmten Antwort enthalten. Die gänzliche Unfähigkeit des p. Széndi zu wissenschaftlichen Vorträgen ist so erwiesen daß, wenn nicht bis auf Ostern d. J. seine Stelle völlig ersetzt ist, mit Ausnahmen weniger veredelter Barbiergesellen, alle Mediziner der Universität um so mehr verlassen als jeder Professor, der nicht seinen, sondern ihren Urtheil im Auge habe Ihnen dazu rathen muß. Haben Sie daher die Güte mir umgehend zu antworten damit ich von der Lage der Sache Bericht erstellen kann und erlauben Sie mir hinzuzufügen, daß ich, wenn ich nicht in der Zeit in welcher eine Antwort auf diesen Brief möglich ist, einige Zeilen von Ihnen habe, dieses Stillschweigen als eine abschlägige Antwort anzusehen gezwungen bin. Der Drang der Umstände nöthigt mich zu dieser Erklärung. Wir sind durch die grundlose Schlechtigkeit des Széndi so sehr herunter gekommen, daß wir dringend nicht länger tranquilisiren können. Sie werden mir obige Erklärung um so weniger übel deuten, da die ersten Briefe von H. Hufeland und mir schon ziemlich alt sind […]“