Griechenland – Amalie, Königin von Griechenland, geb. Prinzessin von Oldenburg (1818-1875).

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Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Athen, 10. V. 1845, 8° (20,5 x 13 cm). 3 Seiten. Doppelblatt mit farb. Vignette „Dimanche“.

Vorrätig

Beschreibung

An die Königin Marie in Bayern (1825-1889) mit Dank für „die deliziosen Flacons“: „[…] Daß Du Dich noch immer freundlich Deiner schreibfaulen Cousine erinnerst rührte mich, wohl hättest Du recht auf mich zu zürnen, aber ich habe so viel zu schreiben, daß ich Deine Nachsicht in Anspruch nehmen muß […] Wir sind Gott lob recht wohl und sind im Begriffe eine kleine Tour zu machen, doch leider nur von vier Tagen da die ewig währenden Kammern den Könige an einer längeren Abwesenheit verhindern. Solche Reisen sind mir immer eine große Freude. Vorigen Herbst machten wir eine Abwesenheit von 14 Tagen und durchstreiften Ostgriechenland und Euböa, die herrlichsten Gegenden. Von hier und meiner Parthie, die wir kürzlich gemacht, wird Dir Herr von Brassier viel erzählen können […]“ Übersendet einen Gurt als Geschenk. – Amalie war die Gattin von König Otto I. von Griechenland. „Sie war eine mutige Reiterin, durchquerte gern in griechischer Volkstracht mit kleinem Gefolge die griechische Bergwelt, lernte dabei Land und Leute gründlich kennen und gewann sich durch ihren Liebreiz überall Sympathien. Wiederholt übernahm sie bei Abwesenheit des Königs die Regierungsgeschäfte, und Kenner der Politik waren sich darin einig, daß sie ihren Gatten geistig weit überragte.“ (NDB).