Beschreibung
An den Schriftsteller Gustav Macasy (1871-1905) in Wien: „Aber liebster Macasy, da sind ja köstliche Dinge drin! Eben bin ich mit dem Lesen fertig geworden […] quälen Sie sich nicht unnütz mit Reimen und gebundenen Formen ab, das liegt nicht Jedem […] Das Frühlingslied ist viel mehr als ein Capriccio […] Sklaventod hat mich am meisten gepackt, sodaß ich es kritiklos hinnahm, und an dem Abschied hätte der alte Goethe seine Freude gehabt. Von Tolstoij’scher Meisterschaft und Einfachheit ist der große Mittelteil in Kranke Liebe […] Die erste Novelle hat mir am wenigsten gefallen; die Ichform paßt ganz und gar nicht […] Die zweite Novelle ist mir zu tendenziös […] voll falschen Noten sind auch Götzenherrlichkeit und Apokalypse. Zu viel Wortgedresche […] Sie sind kein Ekstatiker […] Sie können ein Meister der Betrachtung werden […]“ – Kl. Ausschnitt am Kopf (Datum?). Macasy veröffentlichte 1896-1900 drei Novellenbände.








