Beschreibung
An den Herausgeber und Übersetzer Christian August Heinrich Clodius (1772-1836) in Leipzig über seinen Sohn Theodor: „[…] Ihre freundschaftliche Theilnahme in der Angelegenheit meines Sohns erkenne ich mit verbundenstem Danke. In Leipzig ist wie es scheint mein Geschäft geendigt. Ich habe durch den Domherrn Keil eine Vorstellung einrufen lassen, auf welcher Bericht zu erstatten seyn wird. Mir ist jetzt bloß daran gelegen, daß in diesem Bericht, auch etwas zum Vortheil meines Sohns einfließe. Als dann werde ich versuchen, was ich durch eine Supplik bey dem Kirchenrath ausrichte. Ein Rescript oder einen Brief zur Niederschlagung der Sache auszuwürken ist nicht thunlich. Wegen des schuldigen Honorars habe ich die nöthigen Anstalten getroffen und danke Ihnen auch für diesen Wink. Könnten Sie einige günstige Äußerungen für meinen Sohn in dem Bericht bewürken so würde ich Ihnen sehr verbunden seyn. An den Herrn Rector habe ich deßhalb selbst geschrieben. Da Sie nach Berlin reisen konnten Sie wohl über den Pastor [Franz Christian] Boll zu Neubrandenburg Erkundigung einziehen. Eine Schrift von ihm: Von dem Verfalle und der Wiederherstellung der Religiosität p. Neustrelitz 1809 ist vortheilhaft angezeigt worden. Er wäre vielleicht brauchbar bey dem Semeion […]“ Aufgrund verbotener Duelle und seiner Teilnahme an studentischen Aktivitäten drohte dem Sohn, Theodor Körner, 1811 eine strafrechtliche Verfolgung, weshalb er am 23. März 1811 aus Leipzig floh. – Gut erhalten. – Mit kleinem Stempel und Eintrag.








