Methfessel, Albert Gottlieb, Komponist (1785-1869).

380,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Rudolstadt, 20. X. 1814, 4°. 2 Seiten.

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Beschreibung

An Friedrich Kind: „Wahrhaft begeistert von Ihrer Körners Eiche, herrlicher Freund, sage ich keck und muthig, anch‘ io sono pittore! und bitte mir dringend und mahnend die Ehre aus, meines Theodors Grab in hohen, herrlichen, würdigen Tönen der Nachwelt bedeutend zu machen Hand in Hand mit Ihnen […] Ohne Umschweife: Ich wünsche Ihre kräftige Eiche mit meinen Tönen zu umwinden […] Begeisterung an das herrliche Werk gehen wird, als ich, der treue Freund Körners, der innige Verehrer Seines Homers! Mit wenigen Worten geben Sie mir Nachricht, was in Rücksicht aauf die theatraliosche Realisierung dieser Eiche geschehen ist, oder geschehen soll, und und seyn Sie […] versichert, daß nichts, als innige Liebe zur Sache und zu Ihnen und meinem Theodor, mir diese eiligen aber wahrhaft herzlichen Worte dictiert hat […]“ 1814 erschien von Friedrich Kind bei Göschen in Leipzig „Die Körners-Eiche, Phantasie“, eine Art dramatische Szene. Er war von 1810 bis 1811 als Kammersänger am Hoftheater in Rudolstadt und als Gesangs- und Instrumentenlehrer tätig. Er war mit Johann Wolfgang von Goethe bekannt und unterrichtete Friedrich Schillers Tochter Emilie im Gesang.[2] Albert Methfessel, 1864 Als 1813 auch in Schwarzburg-Rudolstadt Patrioten zum Kampf gegen die napoleonische Besatzung aufriefen, wollte Methfessel nicht abseitsstehen. Er widmete dem dort aufgestellten Freikorps das Lied Hinaus in die Ferne. Bis 1816 lebte er in Rudolstadt.