Schwind, Moritz von, Maler und Zeichner (1804-1871).

750,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Schwind“. München, 17. IV. 1867, 8° (22 x 14 cm). 4 Seiten. Doppelblatt.

Vorrätig

Beschreibung

An den Schriftsteller Eduard von Bauernfeld (1802-1890) in Wien mit dessen eigenh. Anmerkungen am Unterrand: „[…] Ich war in Frankfurt bei meiner Tochter […] Dein Stück trug ich gleich ins Theater und erhielt keine angenehme Antwort. Schmid sagte, für Wien sei das Stück [‚Aus der Gesellschaft‘] durch das unvergleichliche Spiel und die Anspielungen ein höchst glückliches, für hier fallen diese Vortheile weg und er glaube nicht, daß er was machen werde […] Auf mich hat es einen unschätzbaren Eindruck gemacht […] Meine Hexameter druck Du immerhin, ich wollte, ich machte noch so fröhliche Dummheiten […] Ich kann sonst hübsch was an Katholizismus vertragen, aber was zu viel ist, ist zu viel. Meine Arbeiten sind in Ordnung, nur hänge ich noch an einigen nackten Genien, die in der Luft herumflattern, was mir bei diesem Hundewetter gar nicht von Herzen geht. Für den ersten Mai ist vor der Hand meine Abreise festgesetzt, also dauerts nicht mehr lang, daß ich mich wieder beim Levi einfinde – aber wie! […]“ – 1866/1867 arbeitete Schwind an der Ausmalung der neugebauten Wiener Hofoper im nachher so genannten „Schwind-Foyer“. – Kleiner Einriss alt hinterlegt.