Voigt, Wilhelm, Schuhmacher, der „Hauptmann von Köpenick“ (1849-1922).

600,00 

Porträtpostkarte mit eigenh. Unterschrift (Bleistift). Ohne Ort und Jahr [Berlin, ca. 1909], 8° (14 x 8,5 cm).

Vorrätig

Beschreibung

Porträt im Anzug mit Kravatte. Postkarte mit Aufdruck „Der Hauptmann von Cöpenick [!] und sein Truppen-Komandeur“ sowie Bleistiftbeschriftung „Wilhelm Voigt Gefreiter Klapdohr“. – Voigts Besetzung des Rathauses von Köpenick und der Raub der Stadtkasse am 16. Oktober 1906 brachte ihm schlagartige Berühmtheit. Er hatte in Köpenick dem Gefreiten Klapdohr den Befehl gegeben, nach einer halben Stunde die Posten einzuziehen und alsdann mit der Mannschaft nach Berlin zurückzufahren. Der Hauptmann selbst begab sich zur Bahn und war seit dieser Zeit verschwunden. – Kaiser Wilhelm II. verkürzte die vierjährige Haftstrafe Voigts durch Begnadigung 1908. Vogt besserte seine Kasse durch Verkauf von eigenen Postkarten auf. – 1930 brachte Carl Zuckmayer sein erfolgreiches und mehrfach verfilmtes Theaterstück „Der Hauptmann von Köpenick; ein deutsches Märchen“ heraus und machte Voigt zu einer Gestalt der Weltliteratur. – Sehr selten. – Nur 1 weiteres Exemplar bekannt (Deutsches Historisches Museum, Berlin; Inv.Nr. PK 2014/2762).