Wilhelm I.,, deutscher Kaiser, König von Preußen (1797-1888).

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3 eigenhändige Briefe mit Unterschrift „Prinz von Preußen“. Koblenz, 1. bis 16. IV. 1853, Ca. 22 x 14 cm. Zus. ca. 10 Seiten. Doppelblätter.

Vorrätig

Beschreibung

Als Prinz von Preußen an einen nicht genannten Adressaten. – I. „Nachdem ich gestern die Anlagen durchlesen habe (die zu keinem öffentlichen Gebauch sich eignen) authorisire ich Sie, Ihren Bruder dem Herrn Favrat vom 30. Infanterie Regiment zu sagen, daß, falls ein weiteres […] gegen ihn stattfindet, er mir durch Sie, weitere Mittheilung zu machen hat“. Die plötzliche Abberufung habe in frappiert, er er könne nur das „ehrenwertheste Zeugniß geben […]“. Erwähnt wird außerdem Oberst Wilhelm Henke. – II. An denselben: „In Verfolg meiner Benachrichtigung theile ich Ihnen nunmehr mit, daß ich gegen den Oberst Hencke das Ansehen Ihres Bruders, vollständig gerechtfertigt habe […] damit aus dem Benehmen Ihres Bruders gegen mich, kein Nachtheil demselben erwachse. Sollten andere Gründe vorliegen, die den Vorgesetzten eine ernste Unternehmung Ihres Bruders nöthig erscheinen lassen, so steht dies in keinem Zusammenhang mit der nun also beigelegten Angelegenheit […]“ – III. An denselben. Durch den „2. Commandanten von Coblenz, wird dem Commando des 30. Infanterie Regiments, die nunmehr berichtigte Ansicht meines Adjutanten des Majors von Boyen, über den Vorfall mit Ihrem Bruder, zugehen, d. h. auf demselben Wege, auf welchem die unrichtige Erzählung jenes Vorfalls zur Kenntnis des Regiments in welchem Ihr Bruder steht, zugkommen war. Die Sache ist also völlig zur Ehre Ihres Bruders erledigt durch die bereits gegebene Erklärung des Oberst Henke, daß die Sache abgemacht sei […]“ – Prinz Wilhelm wurde vom König 1849 zum Militärgouverneur der Rheinprovinz und Westfalens ernannt. Wilhelm bezog daraufhin 1850 seinen Amtssitz im Kurfürstlichen Schloss Koblenz und etablierte dort bis 1858 einen von Berlin unabhängigen Hof. Er umgab sich mit Anhängern der ihm sympathischen liberalkonservativen Wochenblattpartei. – Montagespuren im Falz, kleiner Einriss in der Knickfalte.