Goethe-Kreis – Preller, Friedrich, der Ältere, Maler (1804-1878).

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Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Weimar, 1. VII. 1862, 8° (22 x 14 cm). 3 Seiten. Doppelblatt.

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Beschreibung

An den Maler und Zeichner Peter Cornelius. Preller arbeitete eben an dem für den Prellersaal im Grossherzoglichen Museum Weimar bestimmten Odysseezyklus, Cornelius an den Kartons zu unausgeführt gebliebenen Fresken für die Begräbnisstätte der preussischen Könige in Berlin und für den Berliner Dom: „[…] Von Dir geht das Gerücht, Du gehest nach Rom zurück. Bestätigt sich das, dann komme ich baldigst nach Berlin, meiner Sehnsucht nachgebend: Dich u. Dein grosses Werk wieder zu sehen. Was sollen wir wünschen, Dich reisen oder bleiben zu sehen? Wie die Sachen in Berlin heut stehen, glaube ich Deine Gedanken zu errathen. Ich arbeite an meinem Werke ruhig fort, unbekümmert, was der Grossherzog noch damit anfängt, dessen Gedanken niemand errathen kann. Mein Sohn ist vor einigen Wochen von Rom zurück, die Sehnsucht im Herzen. Die sichtbaren Beweise seiner grossen Fortschritte haben mir u. allen Freunden grosse Freude gemacht. Jetzt mag er eine Zeitlang schaffen u. dann in Gottes Namen zurückkehren. Will mein Glück dass ich meine Arbeit auf die Mauer bringe u. bald vollende, dann kehre ich mit Weib u. Kind auch in’s gelobte Land zurück […]“ – Preller erhielt im Jahr 1844 einen Lehrauftrag an der Fürstlichen freien Zeichenschule in Weimar und wurde zum Professor und Hofmaler ernannt.