Herzfeld, Adolf, Schauspieler (1800-1874).

150,00 

Eigenhändiges Gedichtmanuskript (24 Zeilen) mit Unterschrift ohne Ort und Datum, , (18 x 11 cm). 1 Seite. Doppelblatt.

Vorrätig

Beschreibung

Ein wunderbares Scherzgedicht, das Herzfeld einer Kollegin mit einer Flasche besten Rotweins überreichte: „Als ich neulich, hochverehrte | Godel, deine Frage hörte, | Die von mir Adress begehrte: | – Wo der beste Rothwein werde | ausgeschenkt auf Östereichs Erde? – | Schrieb ich’s flugs mir’s hinter’s Ohr! | Doch da blieb es aus Versehen | eine lange Weile stehen; | gieb dem Criminal = Vergehen | nicht Bestand, lass es verwehen! | Denn ich nehm’s, wie du kannst sehen, | gut zu machen, heut mir vor! – | Mit dem Zettel hier empfängst du, – | Was ich, Godel! Dir schon längst zu | ‚dachte, – nimm’s denn sonsten kränkst du | deines alten Collegens true | heart! – Na rathe! – Nun, was denkst du? | – ein versiegeltes Flacon! | Doch bevor du dran wirst gehen, | lass es ein Paar Stunden stehen | in des warmen Ofens Nähen! – | Und dann schmeckt’s, wie du wirst sehen, |dir extrèment sehr bon.“ – Mit Beilage.