Beschreibung
Janssen zeichnet sich selbst als brütendes Künstlerhuhn mit Sprechblase „Grüss dich Herbert“, an Herbert Jaeckel (1907-1998) in Worpswede: „… Nun, mein lieber Freund + Kupferdrucker, habe ich mich von allem Ausstellungstheater zurückgezogen + sitze bereits auf’m Nest Radierungen brüten + aus diesem Grunde hätte ich gerne eine grobe Übersicht über deinen diesjährigen Frühling bzw. Sommer. Wann bist du verreist? Wann sind deine Ferien? Wie sehen deine Wochenenden aus? usw. Wenn du mir darüber kurz berichten würdest, wäre ich dir sehr dankbar. Sei ganz herzlich gegrüsst + grüsse deine liebe Frau + die liebe Michelsen. Seid ihr telefonisch zu erreichen? …“ – Nach der großen Werkschau in der Kestner-Gesellschaft Hannover 1965 folgten 1966 u.a. Ausstellungen in Düsseldorf (12. August bis 11. September 1966, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen) und in München (8. Dezember 1966 bis 15. Januar 1967, Galerie Wolfgang Ketterer, Villa Stuck). – Herbert Jaeckel war der Neffe und Schüler des Malers und Grafikers Martin Paul Müller (1872-1936), der 1919 die Künstlerpresse Worpswede begründete. Nach dem Tod des Onkels übernahm er 1936 die Werkstatt und etablierte sie als zentrale Institution für Druckgrafik. Janssen und Jaeckel lernten sich Anfang der Sechzigerjahre in Worpswede kennen. Der Galerist Hans Brockstedt machte sie miteinander bekannt. Es folgte bis zum Zerwürfnis 1972 eine intensive, kreative und freundschaftliche Zusammenarbeit. – Bisher in Privatbesitz.








