Fontane, Theodor, Schriftsteller (1819-1898).

2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift sowie ein eigenh. beschriftetes Beiblatt. Berlin, Potsdamer Str. 134 c, 28. VII. 1890 und 1. I. 1891, Gr.-8°. Zus ca. 4 Seiten.

Nicht vorrätig

Beschreibung

I. An den befreundeten Porträtisten Fedor Encke (1851-1926): „[…] Lassen Sie sich in Ihrem honey-moon durch uns begrüßen und beglückwünschen! Ich hatte das Datum nicht vergessen und wollte […] ein Telegramm schicken, unterließ es aber in der Erwägung, daß Ihre Zeitangabe doch nicht ganz bestimmten gelautet hatte. Und ein Telegramm das so zu sagen gegenstandslos in der Luft hängen bleibt, ist immer ein mißlich Ding. Der Börsen-Courier brachte gestern eine freundliche Notiz, die ich beischließe, – nur das Zusammenspannen mit [Franz] Skarbina [Maler; 1849-1910], der noch dazu um sein K gekommen ist, scheint mir ganz verfehlt, es ist als ober ich [Ernst] Renz [Zirkusreiter; 1815-1892] mit Attila vergleiche, beide waren zu Pferde, – c’est tout […]“ – Der erwähnte Artikel gibt Auskunft zum Hintergrund dieses Briefes und liegt montiert auf einem Oktavblatt mit der eigenh. Beschriftung „Vergessen beizulegen. | Th. F.“ bei: „Eine Künstlerheirath, die manchen unserer Leser interessiren dürfte, ist dieser Tage zu Gernsbach in Baden geschlossen worden; von dorther meldete Fedor Encke, der geschätzte Portrait- und Genremaler, neben Slarbina [so!] wohl derjenige jüngere Berliner, der am entschiedensten und erfolgreichsten bei den modernen pariser Künstlern […] in die Schule gegangen, seine Eheschließung mit Frau Eva von Sanden […] Das Fedor Encke auch nach seiner Verheirathung in der Reichshauptstadt weiter domiciliren werde, diesen Hinweis bietet der Katalog unserer diesjährigen akademischen Ausstellung […]“ – II. An denselben: „[…] Herzlichen Dank für Ihre liebenswürdigen Zeilen und mit meinem Danke meine besten Glückwünsche zum neuen Jahr. Lassen Sie mich hinzufügen, wie sehr wir uns des uns zugedachten Besuches freuen würden […]“ – Knickfalten. Gut erhalten. – Nicht im Briefverzeichnis; bisher unbekannt und ungedruckt.