Optatus Milevitanus, Bischof von Mileve (heute: Mila in Algerien) (?-ca. 400).

De schismate Donatistarum libri septem: ad manuscriptos codices et veteres editiones collati [...] Operâ & studio M. Ludovici Ellies Dupin. Paris, André Pralard, 1700, Folio (40 x 25 cm). Mit mehrf. gefalt. Kupferstichkarte, gestoch. Titelvignette und Textkupfer. 11 nn. Bl., CIV, 601 S. (recte 599; 487-88 übersprungen). Blindgepr. Schweinsleder der Zeit auf Holzdeckeln, mit Rückenschild, zwei Supralibros und zwei intakten Schließen sowie grünem Schnitt (etw. fleckig und beschabt, Rücken unten mit kleinem Defekt).

Nicht vorrätig

Beschreibung

Goldsmith O 82 150. Bardenhewer III, 494. Ebert 15164. Graesse,V, 30. Brunet IV, 196: “Bonne édition où l’on trouve à la suite du texte les notes de tous les éditeurs d’Optat.” – Der Verfasser war Vorläufer und Quelle von Augustinus. – Die schöne Karte (mit Einriss im Unterrand) zeigt Mittelmeer und Nordafrika; der römisch paginierte Teil enthält eine “Geographia sacra Africae”. – Bedeutsamer als der Inhalt unseres Bandes ist die Provenienz aus dem Kloster Waldsassen: Innendeckel und Titelblatt mit handschriftlichem Eintrag “Monasterij Waldsassensis”. Der schöne blindgeprägte Schweinslederband vorne mit dem goldgeprägten Supralibros des Abtes und Schöpfers der Stiftsbibliothek Waldsassen Eugenius Schmidt: Abtswappen mit Initialen “F[rater] E[ugenius] A[bbas] W[aldsassensis]”. Hinten das Supralibros des Klosters: der schreibende Bernhard von Clairvaux mit den Arma Christi von einer Bücherwand (eine ähnliche Darstellung findet sich im vierten Deckenfresko des Bibliothekssaales). – Abt Eugen Schmidt (1688-1744) ließ nach seiner Wahl zum Abt 1724 die heute erhaltenen großartigen Bibliotheksräume einrichten, erweiterte den Buchbestand bedeutsam und ließ die Bände in der Buchbinderei des Klosters einheitlich binden. Vgl. G. Schrott, ‘Der unermässliche Schatz deren Büchern.’ Literatur und Geschichte im Zisterzienserkloster Waldsassen, 2003, S. 99-104 (Abb.); W. Lipp und H. Giess, Die Staatliche Bibliothek Amberg und ihr Erbe aus den oberpfälzischen Klosterbibliotheken, 1991, S. 32-36. – Zum wechselhaften Schicksal der Waldsassener Bücher nach der Säkularisation und der Auflösung der Klosterbibliothek vgl. E. Baumgartl, Stiftsbibliotek Waldsassen, 1989, S. 89-82. – Innendeckel mit Exlibris. Bindung innen minimal gelockert. Etw. fleckig und gebräunt. – Sehr schöner Foliant aus der berühmten Waldsassener Stiftsbibliothek. – Selten. – Reserviert bis zum 19. Oktober 2016 (Frankfurter Buchmesse).