Panizza, Oskar, Schriftsteller (1853-1921).

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift München-Schwabing, 11. IV. 1893, Gr.-4°. 2 Seiten. Briefpapier der Verlags-Anstalt Dr. E. Albert & Co..

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Beschreibung

An einen Schriftstellerkollegen, möglicherweise Otto Julius Bierbaum in Berlin: “[…] Bei Löbell auf Besuch beantworte ich von hier aus rasch Ihren Brief vom gestrigen: Bei Gelegenheit der diesen Sommer hier stattfindenden Zusammenkunft des Deutschen Journalisten und Schriftsteller-Vereins ist an eine Veranstaltung eines Dichterabends nicht zu denken! Erstens behandeln die Herren lauter prosaische Sachen und haben dann bei der Sommerhitze wahrhaftig keine Lust, auch noch in ein geschlossenes Lokal sich zu setzen, statt schleunigst ins Freie oder auf den Bierkeller zu eilen. Zweitens ließe sich die Veranstaltung gar nicht in das Programm der Festlichkeiten einreihen. Geld bei der Gelegenheit herauszuschlagen ist nun ganz unmöglich, auch kaum schicklich. – Dagegen ist Ihr anderer Vorschlag, im Spät-Herbst hier und in Berlin einen Vortrags-Abend zu veranstalten, durchaus einer Erwägung wert, und wird sich Weiteres darüber finden, wenn wir die Ehre haben werden, Sie hier begrüßen zu können. – Ich weiß nicht sicher, ob ich z. Z. Ihrer Anwesenheit hier ebenfalls hier sein werde; wenden Sie sich gegebenen Falls an Herrn Julius Schaumberger, verflossenen Vorstand der Ges. f. modernes Leben […] Mit gleicher Post schicke Ihnen meine ‘Dämmerungsstücke’ zur Besprechung […]” – Sehr selten, besonders so früh.