Panizza, Oskar, Schriftsteller (1853-1921).

Eigenhändiges Gedichtmanuskript (12 und 12 Zeilen). , Ohne Ort und Jahr, Gr.-4° (ca. 29 x 22,5 cm). 2 Seiten auf 2 Blättern.

Nicht vorrätig

Beschreibung

Parodien bzw. Umdichtungen der dritten und der sechsten Strophe von Friedrich Schillers “Ode an die Freude”; die ersten beiden Zeilen sind jeweils mit dem Original identisch: I. “Freude trinken alle Wesen | an den Brüsten der Natur – | ja im Trinken könnt Ihr lösen | Eurer Knechtschaft Schmach und Spur; | singt nur keine Freiheits-Lieder, | sprecht nur ja nie von Gewalt, | Väter, Mütter, Töchter, Brüder, | weil man Euch sonst niederknallt! […]” – II. “Göttern kann man nicht vergelten, | schön ist’s, ihnen gleich zu sein – | doch wer sich als Gott will melden | mit der Luës im Gebein, | hurtig um die Säbelkoppel, | hoch zu Pferd, das Glas in’s Aug’, | und dann über Stein und Stoppel | fort nach Kavall’risten Brauch […]” Jeder der beiden Strophen fügt sich noch ein vierzeiliger “Kohr” an. – Da nach dem Tod Panizzas die Erben den dichterischen Nachlaß und alle ihnen erreichbaren Handschriften vernichteten, sind Autographen Panizzas äußerst selten.