Schönberg, Arnold, Komponist (1874-1951).

Maschinengeschriebener Brief mit eigenh. Nachschrift und Unterschrift Los Angeles, 15. 1. 1948, Gr.-4°. 1 Seite. Luftpostbrief mit Adresse. Gelocht.

Nicht vorrätig

Beschreibung

Inhaltsreicher und anscheinend unbekannter Brief an Hans Heinz Stuckenschmidt (1901-1988): „[…] Gestern habe ich von New York aus Noten, an Rufer adressiert, meine Werke, das Klavier Konzert und die Ode to Napoléon Buonaparte zurückbekommen, weil es angeblich nicht den Bestimmungen von Oktober 1947 entspricht […] Das muss doch jeder Zensor sehen, dass in Noten nichts zensurierbares verborgen sein kann […] Ich habe nichts dagegen, dass Sie den Geburtstagskanon öffentlich oder privat singen lassen […] Ich glaube als Sprecher für die Ode kommt nur ein sehr musikalischer Sänger in Betracht [… eigenhändig:] Ich möchte Ihnen und Rufer so gerne einmal etwas zu essen schicken, aber ich kann leider nicht einmal für meinen Sohn Görgi und meine Schwester genug tun […]“ – Josef Rufer (1893-1985) war Assistent und Herausgeber Schönbergs. Stuckenschmidt war 1948 Leiter der Abteilung Neue Musik beim Sender RIAS Berlin, 1947 Musikkritiker der Neuen Zeitung und gab 1947-49 mit Josef Rufer die Zeitschrift „Stimmen“ heraus.