Schumann, Clara, Pianistin und Komponistin (1819-1896).

Brief mit eigenhändiger Unterschrift "Ihre alternde Clara Schumann". Düsseldorf, 6. II. [1878], Gr.-8°. 2 Seiten.

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Beschreibung

An den Komponisten Ferdinand von Hiller in Köln: “[…] Ich habe eine Bitte an Sie. Durch den Zufall, daß meine beiden Töchter unwohl waren, ist eine Freundin unseres Hauses, Fräulein [Marie] Fillunger [1850-1930], Sängerin, mit mir gereist, und nun möchte ich so sehr gerne diese Gelegenheit wahrnehmen und sie Ihnen vorstellen, d. h. ich möchte, dass sie Ihnen mal einige Sachen vorsingen dürfte, vielleicht bekämen Sie Lust, sie mal dem Comitée für ein Konzert vorzuschlagen. Ich muß Ihnen aber zum voraus sagen, daß sie leider sehr hässlich ist, was ihr ihre carriere enorm erschwert, trotzdem hat man sie diesem Winter doch schon 3 Mal in der Schweiz engagirt. Sie ist ein gescheutes und sehr interessantes Mädchen. Würden Sie vielleicht am Montag Nachmittag oder Mittwoch Vormittag sie hören können? Bitte um ein Wort […]” – Marie Fillunger studierte von 1869-73 am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien bei Mathilde Marchesi. Auf Empfehlung von Johannes Brahms setzte sie von 1874-79 ihre Studien an der Hochschule der bildenden Künste in Berlin fort. Dort begann auch eine Liebesbeziehung zwischen ihr und Eugenie Schumann, der Tochter von Clara und Robert Schumann. Im Januar 1889 übersiedelte sie nach London. Im Febraur 1878 reiste sie mit Clara Schumann ins Rheinland und traf am 7. und am 10. Februar mit Hiller zusammen. – Auf Respektblatt montiert, mit Einriß.