Wolfskehl, Karl, Schriftsteller (1869-1948).

Maschinengeschriebener Brief mit eigenhändiger Unterschrift "KWolfskehl". München, Gabelsbergerstr. 49 II, 13. II. 1930, Qu.-Gr.-8°. 1 Seite, Mit Umschlag.

Nicht vorrätig

Beschreibung

An den Maler, Schriftsteller und Komponisten Karl Georg Hemmerich (1892-1979) in Vevey, Schweiz, wohin dieser bereits 1928 emigriert war: “[…] Ihr Widerhall auf meinen ‘Überlieferungs’-Ruf hat mich sehr stark angerührt. Nicht Sie sprechen darin zu mir, sondern Welt zu Welt. Freilich sind Sie ein Verkünder der Ihrigen wie ich wenige kenne. Über die meine – wahr, falsch, Ausgangspunkt, Tiefenpunkt, Ziel, Absicht und all das stünde ausserhalb meiner Betrachtung als unerweislich, blut- oder schaubedingt – spreche ich zu Ihnen sobald ich Zeit habe. Es wird mir nicht leicht sein, aber sehr lieb, hierin mich Ihnen ganz zu offenbaren. Und es ist mir wichtig genug, über den Anlass hinaus, ja noch über unsere Freundschaft hinaus […]” – Wolfkehl wohnte seit Mai 1929 in der Münchner Gabelsbergerstraße 49/II bei dem Medizinalrat Dr. H. Sartorius, prakt. Arzt und Bahnarzt. – Oberhalb des Namenszuges Einriß im Papier durch Strich mit Füllfederhalter.