Goethe-Kreis – Eichstädt, Heinrich Karl Abraham, Philologe und Freund Goethes (1771-1848).

380,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „E.“. Jena, 28. X. 1829., Kl.-4° (20 x 16 cm). 4 Seiten. Doppelblatt.

Vorrätig

Beschreibung

An einen Freund wegen der Neubesetzung einer Schulstelle durch D. Straubel: „[…] Ich hatte in diesem Schreiben mich auch auf Sie und Jacobs berufen, um meine Empfehlung zu unterstützen, und mein Brief an Straubel war so gefaßt, daß ich erwartete, er werde denselben Ihnen mitteilen […] Sollte mein Brief […] nicht in Hrn. Straubels Hände gekommen seyn? […] Gestern erhielt ich Ihren zweiten Brief vom 15. Oct. nebst meiner Besoldung von 45 Rth. Recht herzlich danke ich Ihnen auch für diese neue Mühwaltung, deren Sie sich für mich unterzogen haben. Was Sie mir in diesem letzten Briefe von den traurigen Erfahrungen schreiben, welche Sie an denen gemacht, welchen Sie Gutes erzeigten, das stimmt leider mit meinen eigenen Erfahrungen überein. Indeß beziehen sich dieselben weit mehr auf Anwesende, als auf Abwesende. Unter meinen fernern Bekannten habe ich noch viele, mir treuergebene Freunde, welche mich allein entschädigen für das, was ich an den nächsten Umgebungen vermisse. Aber das, Lieber, ist der Weltlauf; und ich bedaure dabey fast nichts mehr, als durch solche Erfahrungen etwas Herbes und Bitteres in die Seele kommt, was ihr, zum heitern Lebensgenuß, immer fern bleiben sollte […]“ – Weiter über das „Lexicon manuale Graeco-Latinum in libros Novi Testamenti“ von Karl Gottlieb Bretschneider (1776-1848), „bey dem ich über den aufgewandten, unsäglichen Freiß erstaune. Etwas dieser Art […] hätte ich in meinem ganzen Leben nicht zu Stande bringen [können], weil es mir an Geduld und Ausdauer zu solchen Arbeiten fehlt, und nur die Mannigfaltigkeit meine Kräfte aufrecht erhält […]“ – Beiliegend ein Brief von Kuder, dat. Leipzig, 5. April 1831 an Eichstädt über „Recensenda“.