Zweig, Stefan, Schriftsteller (1881-1942).

Maschinengeschriebener Brief mit eigenhändiger Unterschrift Wien, Kochgasse 8, 2. IX. 1911, Gr.-4°. 1 Seite. Briefkopf mit Initialen.

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Beschreibung

An den befreundeten Schauspieler Wilhelm Klitsch (1882-1941): „ich bin soeben wieder nach Wien zurückgekommen und habe telephonisch gehört, dass die Proben im vollen Gange sind. Ich selbst werde nach einer eben mit [dem Regisseur Adolf] Steinert getroffenen Vereinbarung erst Mittwoch dabei erscheinen, um ihm mit dem Schauspieler möglichst freie Hand zu lassen und auch nicht einmal den Anschein einer Einmischung geben. Irgend ein Vogel, in Gestalt eines der jungen schweigenden Mönche, hat mir aber schon zugetragen, wie ausserordentlich gut Sie sich in die Rolle hineingearbeitet haben und mir einen grossen Genuss in Aussicht gestellt. Immerhin, wenn Sie noch einmal privatim mit mir einiges durchbesprechen wollten, so stehe ich Ihnen jetzt zu jeder Stunde des Tages und der Nacht zur Verfügung, Sie brauchen mir nur zu telephonieren oder eine pneumatische Karte zu senden und ich komme zu Ihnen oder Sie zu mir, wie es Ihnen lieber ist. Ich freue mich sehr, dass zumindest Ihnen ein großer Erfolg sicher ist […]“ – Es geht wohl um eine Aufführung von Emile Verhaerens Stück „Das Kloster“ in Zweigs Übersetzung, das für ein Gastspiel in Brünn mit Klitsch als Dom Balthasar geprobt wurde. Steinert (1864-1913) und Klitsch wirkten am Deutschen Volkstheater in Wien.