Louis, Rudolf, Musiker und Musikschriftsteller (1870-1914).

120,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Wien, 27. I. 1894, 8°. 3 Seiten. Doppelblatt.

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Beschreibung

Dankt für eine Besprechung seines Buches „Der Widerspruch in der Musik“ (1893) und merkt an, daß sein letztes Kapitel über Bruckner, „[…] ungenügend, ergänzungs- bzw. limitationsbedürftig ist […]“ und in einer 2. Auflage verbessert werden müßte: „[…] Anders verhält es sich mit meiner Ansicht über das ‚Epigonenthum‘: die werde ich immer festhalten. Wenn ich darin im Unrecht wäre, so müßte das in einem ‚Gebrechen‘ meiner musikalischen Natur begründet sein, vermöge dessen ich in diesem Puncte mit Blindheit geschlagen wäre, – nicht aber daher rühren, daß, ich diese Erscheinungen nicht genügend kenne. Ich nehme es zu ernst mit dem was ich schreibe […] So habe ich mich z. B. eine zeitlang fast auschließlich mit Brahms beschäftigt […] Aber Genialität, jenes unsagbare Etwas, das packt, warm macht, mit fortreißt […] das fehlet, von der sklavischen Abhängigkeit von Beethoven und Schumann gar nicht zu reden […] Seine Symphonien neben denen Beethovens? – nein […]“ – Louis war als Musikschriftsteller und ab 1900 als Musikkritiker für die Münchener Neuesten Nachrichten tätig. – Bruchstelle in der Bugfalte.