Exner-Ewarten, Sigmund von, Mediziner (1846-1926).

99,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Berlin, 22. VII. 1872, 8°. 1 S..

Vorrätig

Beschreibung

Gemäß einer von fremder Hand stammenden Bleistiftnotiz am unteren Rand der Recto-Seite an einen Herrn Winter in Leipzig, wohl der Mediziner und Bibliothekar Johann Adolf Winter (1816-1901): “Von Wien aus erlaubte ich mir, unter Beischließung von 4 Thalern, Ihnen einen recommandi[e]rten Brief zu schicken, der die Bitte um vier Theilnamskarten [!] für die diesjährige Naturforscherversammlung enthielt und in welchem weiterhin ersucht war, mir diese Karten bis zum 15ten Juli nach Breslau poste rest. zu schicken. In Breslau fand ich nun am 18ten 19ten und 20ten eine Karte nicht vor, und ich bitte mir dieselbe nun hieher (Berlin, Mittelstrasse Hotel Janson) zu schicken […]”. – Der Sohn des Philosophen Franz Exner und Schüler von Ernst Wilhelm von Brücke sowie von Hermann Helmholtz lehrte von 1891 bis 1917 als Nachfolger Brückes in Wien. Schwerpunkt seiner Forschung war insbesondere Sinnes- und Nervenphysiologie. Er regte die Konstruktion von Apparaten und Unterrichtsmodellen an, darunter das Bogengangmodell, das Otolithenmodell sowie das Laryngometer, initiierte die Gründung eines Phonogrammarchivs und erbaute einen Apparat zur Aufnahme von Sprache und Musik. – J. A. Winter war als Arzt und Dozent für Augenheilkunde, seit 1850 auch für Ohrenheilkunde, Rezeptierkunde und Geschichte der Medizin in Leipzig tätig, wurde 1853 a.o.Prof. und war von 1859 bis 1896 zudem Bibliothekar an der Universitätsbibliothek. Er schrieb u. a. “Beiträge zur Geschichte der Entwicklung des Medizinalwesens im Königreich Sachsen” (1893) und war seit 1876 alleiniger Herausgeber von “Schmidts Jahrbüchern der in- und ausländischen gesammten Medizin”. – Mit kleineren Läsuren am linken Rand.