Beschreibung
An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn berufen wurde: „Leider muß ich durch diesen Brief ein sehr unangenehmes Geschäft besorgen! Meine Befürchtungen des Ersten sind eingetroffen und man hat aus der angeblichen Unmöglichkeit, Ihre Wünsche zu befriedigen Herrn Weinhold, der seine Sachen in Berlin persönlich betrieben hatte, hier angestellt. Hierbei schicke ich Ihnen drei Actenstücke in dieser Sache, welche Ihnen beweisen werden, daß ich auf ausdrückliche hohe Veranlassung handelte und alles that, was ich konnte, der Anstalt, Ihnen und mir zu dienen. Der Versuch, Sie zu gewinnen, war der letzte den ich machte, diese durch zahlreiche Mißgriffe, innere und äußere unglückliche Verhältnisse täglich mehr sinkende Anstalt zu heben. Es ist mißlungen und ich bin, so sehr ich auch für meine Person dem Staate […] verpflichtet bin, fest entschlossen ohne Rücksicht auf Verbesserung meiner Lage, anderwärts meine Künste anzuwenden, wenn sich eine Gelegenheit dazu darbietet. Sie werden in dieser ernsten Erklärung, die übrigens kein Erzeugniß des augenblicklichen Mißmuthes ist, gewiß keinen Gebrauch machen, der mir ohne Ihren Willen schaden könnte, ich bitte Sie aber dringend, sie dort wo sie nützen und zu einem guten Ziele führen könnten zu benutzen, indem ich als Mann von Ehre versichere, daß sie ernstlich fest und unwiderruflich ist. Ich würde […] unbedingt meinen Abschied nehmen, wenn ich nicht mein ganzes Vermögen meiner Ausbildung und meiner Sammlung, […] in deren völlig freien Besitz ich bin, gewidmet und für eine Frau, die ich unaussprechlich liebe, zu sorgen hätte […]“







