Beschreibung
An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn berufen wurde, über Gehaltsfragen bei einm Ruf nach Halle: „Ihr soeben eingegangenes geehrtes Schreiben vom 21t. v. M. eile ich sogleich zu beantworten – zugleich, da auch dies für mich bestimmt war, das an [Gottlieb] Hufeland, welches wir gemeinschaftlich lasen. Sie kennen seitdem aus meinem 2t. Briefe das Gehalt der Stelle. Sie wünschen 400 rth. mehr. Ohne mich um den Erfolg zu bekümmern, habe ich gleich bei dem Minister darauf angetragen und jeden Grund der mir zu Gebote stand, angeführt, kann indessen nichts bestimmtes voraussagen. Bemerken aber darf ich, daß das höchste Gehalt in der Fakultät 1500 rth. beträgt […] Ihr Wunsch ist dringend und mehrfach empfohlen. Sollte er aber dennoch nicht ganz erfüllt werden, so möchte ich doch, daß Sie folgendes erwägen. Sie fragen Hufeland ob Sie wohl hier, wie in Landshut 400 fl. Fakultäts- u. Honorareinkünfte hätten? Dies beträgt wenig mehr als 200 rth. und ich habe Ihnen schon berechnet, daß sie mit der größten Sicherheit auf 400 rth. Fakultätseinkünfte rechnen können, also schon hiervon das Doppelte […] Auf dieses mein Schreiben bekomme ich sehr bald Antwort, welche bestimmt den besten Entschluß des H. Ministers enthält: sehr angenehm würde es schon seyn wenn Sie mich, zuerst von allen möglichst umgehend […] unterrichteten. Ich verspreche als Mann von Ehren, von dieser keinen Gebrauch zu machen, der Ihrem Urtheil im Wege stehen könnte und wünsche es mir als ein Beschleunigungsmittel. Ostern müssen Sie übrigens, oder spätestens Pfingsten kommen, sonst läuft wenigstens für das nächste Semester die Medicin auseinander […]“ – Kleiner Braunfleck.







