Beschreibung
An Prof. Widenmann bzw. dessen Frau – I. (12. IV. 1913): „[…] Ich höre soeben, dass morgen die Taufe Ihrer kleinen Tochter ist und wollte Sie und Ihren Mann fragen ob Sie mir erlauben mich als Patin anzutragen. Ich fürchte es kommt etwas spät, aber deswegen bin ich nicht weniger mit dem Herzen dabei und sende die wärmsten Wünsche für das seelische und körperliche Wohlergehen des kleinen Wesens. Bitte nehmen Sie den kleinen […] an, das der Kleinen hoffentlich nützlich sein wird, wenn sie älter ist. Ich möchte heute auch noch einmal Ihrem Mann aussprechen wie dankbar ich ihm bin für seine rührende Fürsorge für unsere Kinder während der ganzen Zeit in Partenkirchen […]! Die Kindere sind gottlob alle munter, ich hoffe Sie schicken mir Ihre bald einmal wieder. […]“ – II. (21. XI. 1914): „[…] 1000 Dank für Ihren interessanten Bericht, der mich sehr erfreut hat. Der böse Katarrh scheint fort zu sein, der Kaiser telegraphierte an die Kaiserin und Wilhelms […] er hätte den Schnupfen ‚verloren‘. […] Gottlob, dass es ihm sonst gut geht, nur ist es gewiss eine harte Geduldsprobe für ihn, so lange unfähig vor Verdun zu sitzen. Die Kinder entwickeln sich wieder sehr erfreulich […]. Wir haben einen sehr netten Hauslehrer, Herr Sigmund Schultze, Sohn eines Consistorialrats. Er ist ein frischer, gescheiter junger Mensch, der die Herzen der Kinder im Sturm erobert hat. […] Somit wäre endlich diese Frage gelöst, denn ich war etwas unglücklich über das Verwahrlosen der grossen Jungens[…] Oft denke ich, wenn Wilhelm seinen kleinen Herzog doch mal sehen könnte! Soll ich ihn in einem Kissen nach […] schicken?! […] Lazarettbesuche traue ich mir aus einem sehr erfreulichen Grunde nicht zu, seit das lange stehen mich müde und schwindlich macht. […] alles greift mich an, innerliche wie äussere Sachen, und ich brauche doch noch eine Menge Kraft für die Sache selbst und für all das viele Andere das der Krieg mit sich bringt. Aber sagen Sie das nicht an Wilhelm, es würde ihn beunruhigen. […] Ich bin so erfreut, dass Sie keinen Mangel an Ärzten und vor allem an Schwestern haben, denn es war trostlos alle Klagen über das rote Kreuz zu hören. […]“ – III. (24. XII. 1914): „Wir wünschen alle ein recht gesegnetes Weihnachtsfest und senden 1000 Grüße […]“ – IV. (16. III. 1929): „[…] Zum morgigen Einsegnungstage Ihrer jüngsten Tochter, meines Patenkindes sende ich Ihnen und der Confirmantin meine allerherzlichsten Segenswünsche. Wie schwer wird es für sie sein, diesen Tag ohne Ihre geliebte […] zu erleben. Als kleine äusserliche Erinnerung an den Tag und an die Patin bitte ich Sie Ihrer Tochter dieses Armband von mir zu überreichen, das sie hoffentlich viel tragen wird. Zur Verlobung Ihrer Tochtere Anita sage ich auch wärmstes Glückwünsche. […]“ – Cecilie zu Mecklenburg war die Tochter von Großherzog Friedrich Franz III. von Mecklenburg und Großfürstin Anastasia Michailowna Romanowa. Sie war als Ehefrau Wilhelm von Preußens von 1905 bis 1918 die letzte Kronprinzessin des deutschen Kaiserreichs.








