Beschreibung
„[…] Herr Waldemar Lühn, Briefmarkenhändler, sagte mir, daß Sie Interesse für Ganzsachen haben würden. Nun bin ich eben dabei, meine sehr umfangreiche Ganzsachensammlung langsam aufzulösen. Würden Sie geneigt sein, deswegen einmal mit mir in Verbindung zu treten? Ich bin allerdings in der nächsten Zeit wieder viel verreist. Zunächst bin ich hier am nächsten Freitag, den 4. V. und nächsten Sonntag den 6. V. Würden Sie wohl einmal zu mir kommen und sich die Sachen hier ansehen? Es handelt sich um sehr reichhaltiges Material von XXXXX und XXXX aus den Jahren etwas 1890 – 1910/12. Am besten würden Sie mich in unserer Wohnung treffen Freitag Mittag zwischen 1 und 1/2 4 Uhr und abenbs nach 6, ferner Sonntag Vormittag. Ich bitte gegebenfalls um freundliche Benachrichtung, wenn ich Sie erwarten dürfte. Ich bin auch telefonisch sowohl in meinem Amtszimmer als in meiner Wohnung unter 22164 zu erreichen […]“ – Oehler studierte Klassische Philologie und promovierte 1903 an der Universität Halle-Wittenberg über seinen Vetter Friedrich Nietzsche. Seit dieser Zeit arbeitete er für das von Elisabeth Förster-Nietzsche geleitete Nietzsche-Archiv. Von 1920 bis 1925 war Oehler als Staatskommissar für die Wiederherstellung der Universitätsbibliothek Löwen verantwortlich. Sein Dienstsitz war das Deutsche Buchhändlerhaus in Leipzig. 1934 wurde er Herausgeber der Nietzsche-Gesamtausgabe.








