Hermine, Kaiserin und Königin von Preußen (1887-1947).

350,00 

3 masch. Briefe und 1 masch. „Brieftelegramm“ mit eigenhändiger Unterschrift, 1 Brief zusätzlich mit eigenh. Nachschrift. Doorn, 6. II. 1940 bis 5. IV. 1940, 8° und Fol. Zusammen 5 Seiten, mit silber geprägtem Wappen.

Vorrätig

Beschreibung

Interessante Brieffolge an den Diplomaten Leopold von Schlözer, mit vielen Bezügen zu Kaiser Wilhelm: „… Das Buch, Ihre ‚Bonner Erinnerungen‘, habe ich mit grossem Interesse gelesen und mich gefreut, dass Sie auch fuer meine damalige Tante und spaetere Schwaegerin verstaendnisvolle und freundliche Worte fanden. Ihr Leben hat unter einem Unstern gestanden …“ (6. II. 1940). – Ferner über sein Buch „Aus der Jugenzeit“: „… Selten habe ich ein so intereessantes, wirklich die ganze Zeit umfassendes Erinnerungsbuch gelesen, in dem Sie sich selbst zwar nicht ausschalten, sondern Ihre Persoenlichkeit den Leser wirklich nahe bringen … Nur eines vermisse ich darin, und Sie werden mir dieses nicht veruebeln – Schon in den ‚Bonner Erinnerungen‘, sogar darin noch mehr, fiel es mir auf, dass Sie keinen inneren Kontakt mit unserem Kaiser gehabt haben und wohl auch seine Persoenlichkeit, sein grosses, edles Wollen und die enormen Schwierigkeiten, die ja nicht bekannt wurden, nicht wuerdigten. Dieses ist mir offen gestanden ein Schmerz …“ (7. III. 1940). – Hermine bezieht sich auf die beiden 1938 publizierten Bücher Leopold von Schlözers „Vorwärts! Leben! Aus meiner Bonner Husarenzeit“ und „Aus meiner Jugendzeit“. – Hermine, Prinzessin Reuß ältere Linie wurde als verwitwete Prinzessin von Schoenaich-Carolnnath die zweite Ehefrau Wilhelms II. im Doorner Exil.o