Hajek, Otto Herbert, Maler, Graphiker und Bildhauer (1927-2005).

200,00 

Siebdruck, in Gelb übermalt und signiert, in einen eigenh. Brief mit Unterschrift montiert. Stuttgart, 29. X. 1980, Fol., der Siebdruck 21,9 x 14,8 cm. 2 Seiten. Auf Bütten. Mit eigenh. adressiertem Umschlag.

Vorrätig

Beschreibung

Sehr schönes Ensemble, bestehend aus einem Siebdruck und einem leidenschaftlichen Brief, beides auf gegenüberliegende Seiten einer großen Büttenbriefkarte montiert bzw. geschrieben. An eine Galeristin in Stuttgart: „[…] ich habe Ihnen über meinen Freund Karkoschka zugesagt in Ihrem Hause zu sprechen. Es tut mir leid Ihnen mitteilen zu müssen, daß ich das nicht mehr machen kann. Ich habe erst nach der Zusage erfahren, daß die Stadt Stuttgart die Monatszeitschrift FORUM-STUTTGART finanziert, die als Stadtkulturnachrichten in die Welt verschickt wird. Im Heft 3/1980 hat Herr Bernhard in seiner neuen Tätigkeit als Chefredakteur dieser Zeitschrift, unterstützt mit dem Ansehen und dem Geld der Stadt einen Artikel über mich verfaßt und veröffentlicht, der mich als Mensch und als Bildhauer diffamiert und desavouiert, ja unerträglich ist. Es ist ein von der Öffentlichkeit bezahlter Rufmord […]. ich will nicht sprechen, ich kann in diesem Zustand nicht auftreten; Ich geniere mich wegen des Rufmordes in Stuttgart unter Leute zu gehen […]“. – Beiliegend die Zeitschrift „Forum Stuttgart“ 3/1980 mit dem inkriminierten Text „Hajeks Leuzebad: Kunstwerk und Ärgernis“.