Janssen, Horst, Zeichner und Grafiker (1929-1995).

300,00 

Eigenh.Widmungsblatt mit Unterschrift [Hamburg], 14. IV. 1986, 8°. 1 Seite.

Vorrätig

Beschreibung

Beilage zu einem Geschenk, mit dem Janssen den Streit zwischen ihm und seinem „Freund + Kupferdrucker“ Herbert Jaeckel (1907–1998) in Worpswede schlichten wollte: „… Die alte (58) Platte ‚Hommage a Willem‘ ist für Freund Herbert Jaeckel zum Präparieren + Aufhängen geschenkt …“ – Herbert Jaeckel war der Neffe und Schüler des Malers und Grafikers Martin Paul Müller (1872-1936), der 1919 die Künstlerpresse Worpswede begründete. Nach dem Tod des Onkels übernahm er 1936 die Werkstatt und etablierte sie als zentrale Institution für Druckgrafik. Janssen und Jaeckel lernten sich Anfang der Sechzigerjahre in Worpswede kennen. Der Galerist Hans Brockstedt machte sie miteinander bekannt. Es folgte eine intensive, kreative und freundschaftliche Zusammenarbeit. 1972 kam es zum Zerwürfnis. Janssen bedrängte Jaeckel, er möge ihn in Hamburg besuchen. Jaeckel kam dem Wunsch nach, stand stundenlang zusammen mit seiner Tochter vor Janssens Wohnungstür, ohne eingelassen zu werden. So sehr der Künstler das Vorgefallene in Entschuldigungsbriefen bedauerte, sein „Kupferdrucker“ sollte nie wieder für ihn arbeiten. Noch 1986 schenkte ihm Janssen die Druckplatte der Radierung „Hommage à Willem“ aus dem Jahr 1958, von der Jaeckel einst Abzüge u.a. für den Sammler Carl Vogel gemacht hatte. Jaeckel nahm das Geschenk an, ging aber auf das Friedensangebot nicht ein. – Bisher in Privatbesitz.