Janssen, Horst, Zeichner und Grafiker (1929-1995).

700,00 

Eigenhändiger Brief mit einer großen Originalzeichnung und Unterschrift [Hamburg], 19. IX. 1963, 8°. 2 Seiten, auf einem Doppelblatt, die Zeichnung über die gesamte zweite Seite. Bläuliches Papier.

Vorrätig

Beschreibung

Mit einer Skizze von Janssens Radierung „Hommage à Willem“, an den Freund und Kunstsammler Carl Vogel (1923-2006): „… betrifft Ihre Frage, ob ich noch die Radierung ‚Hommage a Willem‘ beschaffen kann. – Ich möchte Sie bitten, es mir abzunehmen bei Herrn Jaeckel in Worpswede zu erbitten, Ihnen doch für diesen dringenden Fall 3 Abzüge zu drucken, was er vielleicht innerhalb seiner Druckarbeit in Bälde + zwischendurch machen wird. Machen Sie alles mit ihm aus + bestellen Sie überdies einen herzlichen Gruss von mir + dass auch ich mich im Herbst bei ihm melden werde für andere Sachen …“ – Vogel war Präsident der Hamburger Hochschule für Bildende Künste und bis in die 1980er Jahre mit Janssen befreundet. Seine Sammlung umfasste rund 15000 zeitgenössische Druckgrafiken. – Herbert Jaeckel war der Neffe und Schüler des Malers und Grafikers Martin Paul Müller (1872-1936), der 1919 die Künstlerpresse Worpswede begründete. Nach dem Tod des Onkels übernahm er 1936 die Werkstatt und etablierte sie als zentrale Institution für Druckgrafik. Janssen und Jaeckel lernten sich Anfang der Sechzigerjahre in Worpswede kennen. Der Galerist Hans Brockstedt machte sie miteinander bekannt. Es folgte eine intensive, kreative und freundschaftliche Zusammenarbeit. 1972 kam es zum Zerwürfnis, was Janssen sehr bedauerte. Noch 1986 schenkte er Jaeckel eben jene Druckplatte der Radierung „Hommage à Willem“ aus dem Jahr 1958, von der Jaeckel die Abzüge für Carl Vogel anfertigen sollte. – Zu „Hommage à Willem“ vgl. Brockstedt R 46 und Vogel 171. – Bisher in Privatbesitz.