Beheim-Schwarzbach, Martin, Schriftsteller (1900-1985).

300,00 

Typoskript mit eigenh. Streichungen, Korrekturen und Ergänzungen sowie 1 eigenh. Brief mit Unterschrift Hamburg, 25. I. 1966, Fol. 7 Seiten. In adressiertem Umschlag.

Vorrätig

Beschreibung

“Ansprache eines 90jährigen Dichters bei Entgegennahme eines Literaturförderungspreises | Rohfassung | Meine Herren Geschworenen – so hätte ich beinahe gesagt, denn mir gehen die Begriffe schon ein wenig durcheinander, aber schließlich bilden Sie ja auch eine Art Gerichtssaal […]. Ich habe lange geschwankt, ob ich Ihnen meine tiefempfundenen Ansichten über Goethe und die Antike, über Günter Grass, über Kosmonautik oder Automation darlegen sollte, entschloß mich aber reiflich, Ihnen den Lebenslauf eines mir intim bekannten Mannes zu schildern, dessen Name mir leider entfallen ist, mir aber vielleicht auch wieder einfällt […] der sich spät kam und im Alter der Mündigkeit so gescheit war wie ein durchschnittliches vierzehnjähriges Mädchen, dann aber ein wenig aufholte und beschloß, Dichter zu werden […]”. – Äußerst humorvoll-satirische Rede, die Beheim-Schwarzbach wohl zur Verleihung des Alexander-Zinn-Preises für Literatur der Freien und Hansestadt Hamburg (1964) vorbereitet hatte, zugleich ein nicht frei von Selbstironie verfasstes Porträt. – Mit einem Begleitschreiben für einen Autographensammler.