Beschreibung
An den Herausgeber und Übersetzer Christian August Heinrich Clodius (1772-1836) in Leipzig über seinen Sohn Theodor: „[…] Empfangen Sie meinen herzlichsten Dank für Ihren freundschaftlichen Antheil an dem Schicksal meines Sohns. Von seiner Abreise hat er mir Nachricht gegeben, und sie für nothwendig gehalten, um nicht vielleicht ein halbes Jahr oder länger aufs Carcer gesetzt zu werden. Fort ist er nun einmal, und mir ist jetzt bloß daran gelegen, daß er ungestört seine Studien in Berlin fortsetze, und dort ein neues Leben anfange, wozu ich Hoffnung habe. Nun höre ich, daß in der LandesRegierung die Ansichten in solchen Fällen gelinder sind, als im Kirchenrath. Also wäre mir erwünscht, wenn von der Universität an die Regierung und nicht an den Kirchenrath berichtet würde. Dieß wäre auch der Sache angemessen, da jetzt von einer Schlägerey die Rede ist, und er sich zur Untersuchung stellen soll. Könnten Sie vielleicht in Leipzig durch Ihre Connexion etwas darzu beytragen, daß der Bericht an die Regierung erstattet wird, so würde ich Ihnen sehr dankbar seyn. Was Sie sonst von dem Vorsteher des Concilii in dieser Sache hören, bitte ich mir gütigst zu melden. Leben Sie recht wohl, und verzeihen Sie einem Vater wenn er in einem solchen Falle auch etwas zudringlich ist […]“ Aufgrund verbotener Duelle und seiner Teilnahme an studentischen Aktivitäten drohte dem Sohn, Theodor Körner, 1811 eine strafrechtliche Verfolgung, weshalb er am 23. März 1811 aus Leipzig floh. – Gut erhalten. – Mit kleinem Stempel und Eintrag.








