Zenneck, Jonathan, Physiker (1871-1959).

250,00 

Maschinengeschriebener Brief mit eigenhändiger Unterschrift “J Zenneck”. München, 30. VI. 1920, Fol. 1 1/4 Seiten. Absenderstempel.

Vorrätig

Beschreibung

An Karl Scheel (1866-1936): “[…] Die mir übersandten Vorschläge des Zeitschriften-Ausschusses scheinen mir, soweit ich ein Urteil darüber habe, derartig zu sein, dass sie allen vernünftigen Wünschen so gerecht werden, als es unter den gegenwärtigen Umständen möglich ist. Als seinerzeit die Zeitschrift für Physik gegründet wurde, habe ich mich lebhaft gewundert, dass man unter den gegenwärtigen Verhältnissen neue Zeitschriften gründet; ich würde es desshalb sehr begrüssen, wenn diese Zeitschrift mit den Annalen vereinigt würde […]. Ich nehme an, dass es sich bei der Frage der Redaktion nicht etwa darum handelt, Geheimrat W. Wien herauszudrängen […]”. – Im September 1920 wurde in Nauheim auf der ersten Naturforscherversammlung nach dem Ersten Weltkrieg über die Restrukturierung des Wissenschaftsbetriebes diskutiert. “Die Konflikte waren in den vorangegangenen zwei Jahren durch die scheinbar anmaßende Umstrukturierung der von der DPG oder in Kooperation mit ihr herausgegebenen Physikerzeitschriften eskaliert. Im Ergebnis dieser Umstrukturierungen waren zwei neue Fachzeitschriften gegründet worden: die ‘Zeitschrift für Physik’ […] und die ‘Physikalischen Berichte” (Hoffmann/Walker, S. 50 ff). – Scheel war seit 1900 Geschäftsführer und Schriftführer der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). – Wilhelm Wien (1864-1928) war von 1920 bis 1922 Vorsitzender der DPG. – Gelocht. – Vgl. Hoffmann/Walker, Physiker zwischen Autonomie und Anpassung, Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich, Weinheim 2007.